Schließung der Edeka-Filiale am Schulzenturm Nord in Ansbach: Das sind die Gründe | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.01.2026 09:00

Schließung der Edeka-Filiale am Schulzenturm Nord in Ansbach: Das sind die Gründe

Bald bleibt der Parkplatz leer: Der Edeka-Markt im Schleifweg schließt zum Ende des Monats seine Türen. (Foto: Calotta Halbrock)
Bald bleibt der Parkplatz leer: Der Edeka-Markt im Schleifweg schließt zum Ende des Monats seine Türen. (Foto: Calotta Halbrock)
Bald bleibt der Parkplatz leer: Der Edeka-Markt im Schleifweg schließt zum Ende des Monats seine Türen. (Foto: Calotta Halbrock)

In der Auslage des Backshops liegen nur noch einzelne Plunderstückchen. Seit mehr als einer Woche leeren sich die Regale in dem Edeka Nah&Gut-Markt im Schleifweg, ohne aufgefüllt zu werden. Im Laden findet man an den Regalen Schilder mit den Hinweisen, an welchen Markt die übrig gebliebene Ware nach der Schließung weiterverteilt wird.

Der Supermarkt am Schulzentrum Nord hat am 31. Januar seinen letzten Verkaufstag, bevor er endgültig schließt. Laut einer Edeka-Pressesprecherin rentiert sich der Laden wirtschaftlich schon länger nicht mehr und kann daher nicht weiter gehalten werden.

„Kaum Zeit, um andere Märkte zu erreichen”

Schon im Jahr 2019 schloss eine von der Familie Herter geführte Edeka‑Filiale, wegen des sanierungsbedürftigen Gebäudes und einer zu kleinen Verkaufsfläche. Zu diesem Zeitpunkt stand im Raum, ob das Gebäude von der Edeka-Nordbayern-Sachsen-Thüringen-Stiftung & Co. KG abgerissen und ein neues gebaut wird. Diese zogen jedoch ihren Bauantrag zurück. Im Jahr 2020 eröffnete Edeka den Standort als selbst betriebene Filiale, um die Nahversorgung abzudecken. Jetzt schließt der Laden seine Türen. So bleibt Ansbach nur noch der große Edeka-Markt in der Brauhausstraße.

Mehrere Schülerinnen und Schüler bedauern die Entscheidung. Die Filiale war in den großen und kleinen Pausen wichtig und bot eine gute Ergänzung zur Mensa. Die Abiturientin Lucy Zink findet es „sehr schade und unpraktisch, da die Mittagspause auf 35 Minuten verkürzt wurde und dadurch keine Zeit bleibt, zu den anderen Märkten zu laufen“. Eine Anwohnerin merkt an: „Das ist natürlich sehr betrüblich für ältere Leute. Die Nahversorgung bleibt durch die anderen Discounter, es ist trotzdem schade, dass man einen Supermarkt verliert und das Angebot einförmiger wird.“


Von Calotta Halbrock
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