Eine unbekannte Person hat die Poller am Plönlein angefahren. In der Herrngasse vor dem Käthe-Wohlfahrt-Hauptgeschäft gilt während des Reiterlesmarktes Parkverbot. Warum beides im Bauausschuss Thema war? Zwei beliebte Fotomotive könnten über die Weihnachtszeit wegfallen oder zumindest ziemlich anders aussehen.
Die Plönlein-Neuigkeiten verkündete Stadtbaudirektor Michael Knappe am Ende der Sitzung des Bauausschusses unter dem Punkt Bekanntgaben. Weil die Poller durch ein Geländer miteinander verbunden sind, seien alle kaputtgegangen und hätten „einen Knacks abbekommen”. Sie seien jetzt „sehr unschön, aber leider auch erforderlich” gesperrt – mit einem Schrankenzaun. Laut Knappe würde alles versucht, dass sich das Bild pünktlich zum Start in die Weihnachtszeit vor Ort noch verbessert. „Aber das ist jetzt natürlich denkbar ungünstig.” Die Witterung mache eine Reparatur mittels Kleben unmöglich. Richtig repariert werden würde es jetzt „auf die Schnelle” nicht, so Knappe.
Weiter mit dem Großthema Weihnachtszeit machte die CSU-Fraktion bei den Anfragen. Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Scheurer erkundigte sich, warum die Weihnachtsmarktbuden an der Südfront des Rathauses in Richtung Herrngasse anders stehen als sonst. Waren sie in den vergangenen Jahren direkt an der Fassade des Rathauses gestanden, wurden sie jetzt so aufgebaut, dass zwischen Rathaus und Buden ein Gang entsteht. Scheurer findet das an sich eine gute Sache, wollte aber wissen, in welchem Ausschuss des Stadtrates das Umstellen behandelt wurde. Ordnungsamtsleiter Roland Pfaffelhuber erklärte, das solle „mal eine Art Experiment sein”. Beschlossen worden sei das nicht extra, er glaubt, er hat es in einer Sitzung des Stadtrates erwähnt. Im Januar oder Februar soll Bilanz gezogen werden. Oberbürgermeister Dr. Markus Naser meinte dazu: „Wir probieren das aus und schauen, ob es sich bewährt.”
Nochmal weiter mit Weihnachten machte CSU-Stadträtin Silke Sagmeister-Eberlein. Sie fragte unter anderem nach dem Käthe-Wohlfahrt-Geschenke-Auto, das immer vor dem Hauptgeschäft in der Herrngasse geparkt sei. Weil wegen des Sicherheitskonzeptes zum Reiterlesmarkt auf Höhe des Geschäfts jetzt absolutes Parkverbot herrsche, fragte sie: „Kann denn der Bus von Wohlfahrt dann auch nicht mehr dort stehen?” Auch hier antwortete Pfaffelhuber und verwies auf das Sicherheitskonzept für den Reiterlesmarkt, der am Freitag beginnt – eine Woche früher als sonst. Genau an die beschriebene Stelle kommt laut ihm die Sperre hin. Dort könne dann gar nicht mehr geparkt werden, auch nicht innerhalb. „Das gilt natürlich für alle Fahrzeuge.”
Sagmeister-Eberlein verwies darauf, dass dies einer der wichtigsten „Foto-Points” überhaupt sei. Diesem Punkt stimmte OB Naser zu und fragte, ob es eine Möglichkeit gibt, das Auto woanders zu parken. Pfaffelhuber sah da aber keine Möglichkeit. „Es gibt halt dieses Konzept und ich denke, wir sollten uns alle daran halten.” Er erklärte: Ein Fahrzeug, das innerhalb des Weihnachtsmarkt-Bereiches stehe, könne „vielleicht jeder starten und kann dann durchfahren. Also, ich würde das nicht verantworten wollen.” Er betonte auch, dass es sich hier um ein Auto handle, es an der Stelle Parkverbot gebe und jedes Auto gleich zu behandeln sei. „Alle anderen Autos können dort auch nicht stehen.”
Neben den Weihnachtsthemen beschäftige sich der Bauausschuss auch mit anderen Themen. Unter anderem mit dem Deutschlandtreffen des Allgemeinen Schnauferl Clubs, das im kommenden Juni stattfinden wird. Hier hatte der Ausschuss zu entscheiden, ob die Oldtimer auf den Marktplatz fahren dürfen. Der Bauausschuss erteilte die Sondernutzungserlaubnis des Marktplatzes bei einer Gegenstimme von Grünen-Fraktionsvorsitzender Beate Junkersfeld. Sie sagte, die Stadt sei in der Ferienzeit „sowieso knallevoll” und die Autos würden dann „durch die Menschenmassen” fahren.
Präsident der Gründungslandesgruppe Nordbayern sowie Vizepräsident des ASC-Deutschland ist Jürgen Klatte, der mit seinem Team aus seinem Präsidium die Veranstaltung „rein ehrenamtlich plant, organisiert und durchführt”, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage schreibt. Die Veranstaltung ist auf 100 Fahrzeuge begrenzt und wurde grundsätzlich schon im Ausschuss für Kultur und Tourismus behandelt und genehmigt. Sie findet vom 4. bis 7. Juni 2026 statt.