Auch im Frühjahr können Obstbäume einen guten Start haben, sofern man passende Sorten wählt und beim Einpflanzen richtig vorgeht. Der Industrieverband Agrar (IVA) gibt praktische Tipps.
Obstgehölze mit Topfballen lassen sich in der Regel ganzjährig pflanzen. Für wärmeliebende Arten wie Pfirsich, Aprikose oder Nektarine ist der April ein guter Pflanzzeitpunkt – vorausgesetzt, es sind keine stärkeren Nachtfröste mehr zu erwarten.
Vor dem Kauf sollten Hobbygärtner neben der Obstart auch die Wuchsform berücksichtigen. Sie bestimmt den späteren Platzbedarf und den Pflegeaufwand:
Für kleine Gärten gilt: Säulenbäume liefern meist weniger Ertrag und sind oft teurer als Busch- oder Spindelbäume. Dafür lassen sie sich gut im Kübel halten, etwa auf Balkon oder Terrasse.
Auch das Alter der Bäume kann bei der Wahl eine Rolle spielen. Junge Bäume wachsen in der Regel besser an. Ältere Exemplare tragen dagegen früher Früchte, sind aber teurer. Wer nur einen Baum pflanzt, sollte auf selbstfruchtbare Sorten achten.
Der gewählte Obstbaum braucht einen sonnigen Standort und einen lockeren, humusreichen Boden. Vor dem Einpflanzen die Spitzen der Hauptwurzeln sauber abschneiden. Anschließend wird das Pflanzloch ausgehoben, das breiter als der Pflanzballen sein sollte.
Den Boden des Pflanzlochs noch etwas auflockern. Den Baum gerade einsetzen, möglichst senkrecht ausrichten, die Aushuberde – bei Bedarf mit etwas Kompost vermischt – einfüllen und gut antreten. Anschließend kräftig angießen. Ein flacher Erdwall rund um den Stamm (etwa 5 Zentimeter hoch) hält das Wasser im Wurzelbereich.
Wichtig: Mit dem Baum kommt auch ein Pfahl in die Erde, an dem das Gehölz zum Schutz vor Windschäden mit einem Strick festgebunden wird. Der Pfahl sollte 10 bis 15 Zentimeter Abstand zum Stamm haben und nach Westen ausgerichtet sein.
Der Landesverband Schleswig-Holstein des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt außerdem, einen Pflanzkorb aus Kaninchendraht mit ins Pflanzloch zu setzen, um die Wurzeln vor Wühlmäusen zu schützen.
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