Nasenpflaster gegen Schnarchen – hilft das wirklich? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.09.2026 12:28

Nasenpflaster gegen Schnarchen – hilft das wirklich?

Nasenpflaster werden quer über den Nasenrücken geklebt und können die Nasenflügel sanft anheben, um die Atmung zu erleichtern. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)
Nasenpflaster werden quer über den Nasenrücken geklebt und können die Nasenflügel sanft anheben, um die Atmung zu erleichtern. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)
Nasenpflaster werden quer über den Nasenrücken geklebt und können die Nasenflügel sanft anheben, um die Atmung zu erleichtern. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)

Nasenpflaster sind frei verkäuflich und einfach anzuwenden. Bis auf selten auftretende Hautreizungen an der Klebestelle haben sie keine Risiken, heißt es vom Portal „Das HNO Wartezimmer“ des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Bei einer verstopften Nase können Menschen, die zum Schnarchen neigen, sie somit einfach ausprobieren.

Kein Wundermittel

Die Experten weisen allerdings gleichzeitig darauf hin, dass die Pflaster kein Wundermittel sind und bei den meisten Schnarch-Ursachen nichts bewirken. Für mehr Ruhe im Schlafzimmer können sie nur dann sorgen, wenn eine Verengung in der Nase Grund für das Schnarchen ist, etwa von einer Erkältung, Allergien oder einer leicht schiefen Nasenscheidewand.

Das leichte Anheben der Nasenflügel durch den Klebestreifen kann in so einem Fall etwas Erleichterung schaffen - auch wenn die Wirkung bisher nicht eindeutig wissenschaftlich belegt ist. Ebenso wenig ist übrigens belegt, dass Nasenpflaster beim Sport für mehr Sauerstoff sorgen. Die Ursache des Schnarchens liegt laut dem HNO-Portal oft im Rachenraum. Und dann nützt ein Pflaster auf der Nase nichts.

Das kann noch gegen Schnarchen helfen

In solchen Fällen kann ein HNO-Arzt beraten, ob sich das Schnarchen behandeln lässt. Notwendig ist eine Therapie unbedingt, wenn es sich um eine Schlafapnoe mit Atemaussetzern handelt. Mit diesen Tipps kann man ein Schnarchen außerdem mildern und vielleicht sogar beseitigen:

  • Am besten in Seitenlage schlafen. Um nicht wieder auf den Rücken zu rollen, kann man sich ein kleines Kissen oder ein Stückchen Schaumstoff gegen den Rücken legen. Sonst hilft auch eine erhöhte Lage mit dicken Kopfkissen oder einem Schaumstoffkeil.
  • Für frische Raumluft sorgen, aber Zugluft vermeiden. Die ideale Temperatur für das Schlafzimmer sind 14 bis 18 Grad.
  • Nicht zu spät, zu schwer und zu eiweißhaltig zu Abend essen und auf Alkohol am besten ab drei Stunden vor dem Schlafengehen verzichten.
  • Möglichst keine Beruhigungs- und Schlafmittel einnehmen.
  • Übergewicht reduzieren - jedes Pfund weniger bewirkt bereits etwas.

© dpa-infocom, dpa:260910-930-663857/1


Von dpa
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