RATGEBER: Garten

Weil das Keimen Zeit braucht

Aussaaten am Gartenbeet kennzeichnen lohnt sich

Die Aussaat von Kräutern und Gemüse beginnt - erst noch im Haus, schon bald aber auch in den Gartenbeeten. Es ist sinnvoll, die Flächen dort zu beschriften.

Saatguttüte als Kennzeichnung an einem Beet
Die Saatguttüte erst auf einen Stab und dann ins Beet stecken: Mit einer solchen Beschriftung wissen Gartenfreunde auch noch Wochen nach einer Aussaat, welche Pflanze da in ihrem Gemüsebeet heranwachsen wird. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
03.03.2020 12:37 Uhr

Bornhöved (dpa/tmn) - Die Samen sind gesät - und nichts passiert? Es kann eine Weile dauern, bis Pflanzen keimen. «Manche Saaten brauchen lange zum Keimen - wie lange, steht auf der Tüte», erläutert die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved (Schleswig-Holstein).

«Petersilie wird beispielsweise nachgesagt, dass die Saat nach der Aussaat erst sieben Mal zum Papst nach Rom reisen muss, um sich die Keimung genehmigen zu lassen. Das dauert in der Regel sechs Wochen», sagt Schwedtke. Ihr Rat: Aussaaten mit einem Schild oder Etikett kennzeichnen. «Dafür sind die Saatguttüten genauso geeignet wie handelsübliche Kunststoffetiketten oder auch Holzspatel.» So vergisst man nicht, was dann da plötzlich nach Wochen aus der Erde sprießt.

Das ist vor allem praktisch in den Beeten im Garten. Dort allerdings dürfen die allermeisten Samen in Mitteleuropa erst im späten Frühjahr ausgesät werden, weil bis dahin in der Regel noch Spätfröste drohen. Einige Gemüsesorten wie Tomaten und Paprika brauchen allerdings mehr Zeit zum Wachsen, daher werden sie bereits zum Ende des Winters hin in Kästen an einem hellen Standort im warmen Haus vorgetrieben.



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