Stürmer Victor Boniface könnte doch noch in den Abstiegskampf des SV Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga eingreifen. Knapp drei Monate nach seiner Knieoperation werde der 25-Jährige am Dienstagnachmittag seine erste individuelle Einheit in Bremen absolvieren, teilte der Verein mit.
„Victor soll die gesamte Woche vorerst individuell trainieren. Anschließend soll er behutsam an das Mannschaftstraining herangeführt werden, so dass wir die Hoffnung haben, dass er in dieser Saison noch zum Einsatz kommen kann“, sagte Werders Fußball-Chef Peter Niemeyer laut Mitteilung.
Das Kapitel Boniface bei Werder galt nach seinem Eingriff im Januar schon als beendet. Der bis zum Saisonende von Bayer Leverkusen ausgeliehene Angreifer war in Innsbruck am Knie operiert worden. Die Ärzte sagten eine monatelange Ausfallzeit voraus.
Boniface war im Sommer am letzten Tag der Transferperiode an die Weser gekommen. Zuvor hatte er wegen bereits bestehender Knieprobleme den Medizincheck bei der AC Mailand nicht bestanden, die den Stürmer ebenfalls hatte verpflichten wollen.
Werder ging dennoch das Risiko ein, allerdings entpuppte sich die Leihe im Endeffekt als Flop. Boniface kam in Bremen bislang nur auf elf Einsätze und stand lediglich zweimal in der Startelf. Ein Treffer gelang ihm dabei nicht.
Nach dem Ausfall von Keke Topp mit einem Kreuzbandriss könnte ein schnelles Comeback des Nigerianers im Saisonendspurt Werder durchaus helfen. Sieben Spieltage vor dem Ende sind die Bremer als Tabellen-14. noch immer in Abstiegsgefahr. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) treffen sie auf RB Leipzig und ihren früheren Trainer Ole Werner.
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