Nach bundesweiter Störung bei der Bahn: Folgen für den Bahnverkehr in der Region | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.06.2026 08:16

Nach bundesweiter Störung bei der Bahn: Folgen für den Bahnverkehr in der Region

Leere Züge an den Bahnhöfen: Die Folgen der bundesweiten Störung waren auch in der Region spürbar. (Foto: Uwe Lein/dpa)
Leere Züge an den Bahnhöfen: Die Folgen der bundesweiten Störung waren auch in der Region spürbar. (Foto: Uwe Lein/dpa)
Leere Züge an den Bahnhöfen: Die Folgen der bundesweiten Störung waren auch in der Region spürbar. (Foto: Uwe Lein/dpa)

Gestrandete Reisende und sehr lange Warteschlangen an den Bahnhofsinformationen: Eine deutschlandweite Störung hat bei der Deutschen Bahn (DB) am späten Dienstagabend für rund zwei Stunden Stillstand gesorgt. Es waren in den späten Abendstunden und in der Nacht auch Linien in der Stadt und im Landkreis Ansbach sowie im Kreis Neustadt-Aisch/Bad Windsheim betroffen.

Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder. Danach lief der Verkehr am frühen Morgen Schritt für Schritt wieder an, wie ein DB-Sprecher mitteilte. Der Grund für den Stopp des Zugverkehrs war demnach eine Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R. 

Teils sollten die Probleme bis zum Berufsverkehr am Morgen anhalten. So teilte etwa die DB Regio Mitte auf der Plattform X mit, bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert habe, müsse heute mindestens bis 6 Uhr mit hohen Folgeverspätungen und kurzfristigen Fahrtausfällen gerechnet werden.

In Westmittelfranken hielten sich die Probleme am Mittwochmorgen nach ersten Informationen in Grenzen. Für den Großteil der Pendlerinnen und Pendler dürfte der Arbeitsweg keine Herausforderung gewesen sein.

Störung des Bahnfunks

Die Ursache der Störung des Bahnfunks GSM-R hatte die DB noch in der Nacht identifiziert – ohne allerdings zu erklären, worin sie bestand. IT-Experten der DB hätten pausenlos an der Entstörung gearbeitet, mit Erfolg. „Die Störung konnte so innerhalb kurzer Zeit behoben werden“, hieß es weiter.

GSM-R steht für „Global System for Mobile Communications - Railway“. „Das GSM-R Mobilfunknetz ersetzt nahezu alle analogen Funksysteme der Deutschen Bahn AG“, heißt es auf der Webseite der DB InfraGo, der Betreiberin der Infrastruktur der Deutschen Bahn. Demnach bietet es Vorteile wie etwa hohe Sicherheit in der betrieblichen Kommunikation, die Möglichkeit spezieller Gruppenanrufe und die Option zur gezielten Kontaktaufnahme mit den Fahrdienstleitern.

Auch S-Bahnen, Privatbahnen und Güterverkehr betroffen

Von der Störung betroffen waren nicht nur Fern- und Regionalverkehrszüge, sondern auch S-Bahnen, die von der DB betrieben werden, und Privatbahnen.

Still stand außerdem der Güterverkehr, der vor allem abends und nachts unterwegs ist. Der Verband der privaten Güterbahnen forderte deshalb eine genaue Aufarbeitung des zweistündigen Ausfalls. Die Ursache für den Ausfall am späten Dienstagabend dürfe „nicht allein durch eine „Selbstauskunft” der DB InfraGo als Betreiberin beantwortet werden“, sagte Verbandsgeschäftsführer Peter Westenberger der dpa. Es brauche eine bessere Überwachung und Steuerung des Schieneninfrastrukturbetriebs.

© dpa-infocom, dpa:260624-930-272165/3


Von dpa und Antonia Müller
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