Die Feier der Kirchweih ist ein starkes Zeichen für die Kirche inmitten des Dorfes, für ein Miteinander der Vereine und der Dorfgemeinschaft in Mönchsroth – darin sind sich Pfarrer Gunther Reese und Bürgermeisterin Franziska Mattmann einig.
Und diese Kirchweih findet von Samstag, 1. August, bis Montag, 3. August, statt, und die politische und die kirchliche Gemeinde laden hierzu herzlich ein.
Der Auftakt ist am Samstag, dem 1. August, mit dem Bieranstich durch Franziska Mattmann, so etwa um 19.30 Uhr. Und dazu gilt: Alle guten Dinge sind drei. Mattmann wurde im November 2023 zur Bürgermeisterin gewählt und zapft nun zum dritten Mal das erste Kirchweihfass an.
Vor dem Bieranstich sammeln sich die Ehrengäste und Vereinsabordnungen und ziehen von der Dorfkirche St. Oswald und Aegidius mit der Blaskapelle Eigner zur Rothachhalle. Nach den Böllerschüssen des Schützenvereins „Berg und Tal“ Stödtlen wird das Kirchweihfass angezapft. Kirchweihtanz und gemütliches Beisammensein sind gute Gepflogenheiten bei der Mönchsrother Kirchweih.
Ebenso der Festgottesdienst mit Einzug der Vereine in der Dorfkirche am Sonntag, 2. August. Beginn ist um 9.15 Uhr. Die Vereine stellen sich vor der Rothachhalle um 9 Uhr auf. Den gesamten Sonntag wird Kirchweihbetrieb in und um die Rothachhalle mit reichhaltigem Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen angeboten und abends wird die „Kerwa-Sau“ verlost.
Am Kirchweihmontag wird ab 9.30 Uhr Frühschoppen mit Schafkopfspielen in der Rothachhalle angeboten, parallel ab 10.30 Uhr das Kirchweihkegeln in der Gaststätte „Römerhof“ und ab 19.30 Uhr findet traditionell die Bürgerversammlung statt. Zuvor und danach gibt es Unterhaltungsmusik. Die Gemeinde mit Bürgermeisterin Franziska Mattmann an der Spitze, die für die Ausrichtung der Kirchweih aktiven Vereine und die Familie Hauf als Lieferant des Kirchweihbieres freuen sich auf viele Gäste.
Die Historie der Dorfkirche St. Oswald und Aegidius reicht ins neunte Jahrhundert zurück, der älteste Teil der Chorturmkirche wird auf das 14. Jahrhundert datiert und die heutige äußere Form erhielt das Gotteshaus im 16. Jahrhundert.
Die Kirchweih in Mönchsroth richtet sich nach dem Oswald-Tag, dem 5. August. Oswald war ein Sohn eines Königs im heutigen Großbritannien und Legenden ranken sich um seine Mildtätigkeit. Die Kirchengemeinde Mönchsroth steht vor großen Herausforderungen, denn gleich zwei Kirchen, die Dorfkirche und die Klosterkirche, sollten erhalten bleiben. Wegen immenser Bauschäden im Dachstuhl der Klosterkirche wurde diese Sanierung zuerst begonnen und erklärter Wille der Kirchengemeinde ist auch der Erhalt der Dorfkirche.
Ein starkes Zeichen hierfür setzte der Kirchenvorstand mit der Sanierung der Orgel. Durch das Engagement von Maik Wollenhaupt konnte dem Instrument mit Umsetzung und Ergänzung einiger Pfeifen eine neue Klangnote im barocken Stil verliehen werden, dankt Pfarrer Reese. Zuschüsse der Gemeinden Mönchsroth und Stödtlen und einem staatlichen Zuschuss von insgesamt 10.000 Euro erhielt die Kirchengemeinde, aber der größte Teil der 43.000-Euro-Investition wurde durch Spenden gedeckt. Dieser Rückhalt, Unterstützung und Bekenntnis für die Kirche im Dorf erfüllt Pfarrer und Kirchenvorstand mit großer Dankbarkeit.
Am Kirchweihsonntag, 2. August, wird um 16 Uhr deshalb in einer musikalischen Stunde die neue Klangfülle der Orgel in der Dorfkirche vorgestellt. Maik Wollenhaupt wird die Orgel spielen und Bernhard Herzog mit der Trompete begleiten. An die gesamte Bevölkerung ergeht herzliche Einladung.