Mit moderner Technik: Der Kindergarten mit Zeiterfassung | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.10.2024 09:13

Mit moderner Technik: Der Kindergarten mit Zeiterfassung

Kreisgeschäftsführer Christian Bernhard, stellvertretende Leiterin Doreen Schaffrina und die Leitung Theresa Magerl versuchen die Medienkompetenzen bereits im Kindergarten zu fördern. (Foto: Tizian Gerbing)
Kreisgeschäftsführer Christian Bernhard, stellvertretende Leiterin Doreen Schaffrina und die Leitung Theresa Magerl versuchen die Medienkompetenzen bereits im Kindergarten zu fördern. (Foto: Tizian Gerbing)
Kreisgeschäftsführer Christian Bernhard, stellvertretende Leiterin Doreen Schaffrina und die Leitung Theresa Magerl versuchen die Medienkompetenzen bereits im Kindergarten zu fördern. (Foto: Tizian Gerbing)

Die Digitalisierung ist längst in vielen Bereichen des täglichen Lebens angekommen, und auch in der Kinderbetreuung wird sie deutlich relevanter. Der BRK-Kreisverband Ansbach setzt hierbei mit seinem Kindergarten in Burgoberbach auf moderne Technik und innovative Konzepte.

Erwachsene kennen das Ein- und Ausstempeln vom Arbeitsplatz. Ähnliches gibt es nun auch im Kindergartenalltag. In der Wichtelvilla in Burgoberbach steht im Eingangsbereich ein großer interaktiven Bildschirm, an dem die Kinder sich selbstständig ein- und austragen können. Das System ähnelt der Zeiterfassung in Unternehmen und erleichtert den Überblick über die Anwesenheit der Kinder.

Eltern-App ist wichtiger Bestandteil

Im Zentrum des Konzepts steht die Familie: Eltern und Kinder haben die Möglichkeit, das Betreuungsangebot aktiv mitzugestalten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Digitalisierung, wie BRK-Kreisgeschäftsführer Christian Bernhard betont: „Das Thema Digitalisierung macht die Arbeit unserer Mitarbeiter leichter.“ Jede Betreuungsgruppe wurde mit Tablets ausgestattet, die eine direkte Kommunikation mit den Eltern über eine speziell entwickelte App ermöglichen.

Leiterin Theresa Magerl beschreibt ein Beispiel aus dem Alltag: „Wenn ein Kind Geburtstag hat, können wir ein Foto direkt über die App an die Eltern schicken. Natürlich alles datenschutzkonform.“

Die App ermöglicht es zudem, dass Eltern Krankmeldungen oder Urlaubszeiten ihrer Kinder einfach mitteilen können. Für das pädagogische Team ist somit stets ersichtlich, welche Kinder anwesend sind – ein wichtiger Sicherheitsaspekt, wie Bernhard erläutert: „Im Falle eines Brandalarms können wir sofort auf Knopfdruck sehen, welche Kinder im Gebäude sind.“

Betreuung für 74 Kinder

Die Wichtelvilla beherbergt zwei Krippengruppen für insgesamt 24 Kinder und zwei Gruppen mit Platz für 50 Kinder. Mit einer Gesamtbelegung von 74 Kindern bietet die Einrichtung seit ihrer Eröffnung im September 2020 eine umfassende Betreuung. Im Frühjahr 2021 wurde der Kindergarten offiziell eingeweiht, und seither wuchs der Bestand der BRK-Kindergärten im Kreisverband auf insgesamt fünf Einrichtungen an. Der Kindergarten in Burgoberbach wurde vom BRK selbst geplant und gebaut, so konnten Bernhard und sein Team ein eigenes und modernes Konzept verwirklichen.

Digitale Hilfsmittel verantwortungsvoll nutzen

Der bewusste Umgang mit Medien wird in der Wichtelvilla von Anfang an gefördert. „Das Thema Medienkompetenz beginnt schon in der Kita“, findet Bernhard. Die Kinder lernen, digitale Hilfsmittel verantwortungsvoll zu nutzen, während für das Personal der Arbeitsalltag durch den Einsatz digitaler Lösungen erleichtert werden soll. Doreen Schaffrina, stellvertretende Leiterin des Kindergartens, erinnert sich an die früheren Zeiten: Früher wurden noch Anwesenheitsbücher von Hand geführt.

Bindeglied zwischen Einrichtung und Eltern

Auch die Kommunikation mit den Eltern wurde durch die Digitalisierung vereinfacht. Lange Telefonate entfallen häufig, stattdessen können kurze, gezielte Nachrichten über die App verschickt werden. „Für uns ist die App ein Bindeglied zwischen den Eltern und ihren Kindern“, betont Bernhard.

Weiterhin traditionelle Arbeitsweisen

Trotz der fortschreitenden Digitalisierung gibt es aber auch weiterhin traditionelle Arbeitsweisen, betonen die Beteiligten. „Stift und Papier gibt es trotzdem“, stellt Geschäftsführer Bernhard mit einem Schmunzeln klar.

Die guten Arbeitsbedingungen und die moderne Ausstattung zahlen sich auch in anderer Hinsicht aus: „Wir bekommen die Bewerbungen, die wir brauchen“, freut sich der BRK-Kreisgeschäftsführer. „Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir ausreichend Personal haben“, freut sich auch Theresa Magerl. Das ist nicht in allen Kitas in der Region der Fall. Die Wichtelvilla hat stets ein offenes Ohr für neue Mitarbeitende und bietet auch regelmäßig Plätze für Praktikantinnen und Praktikanten an.

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