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Veröffentlicht am 27.01.2026 15:28

Mit diesen Tipps minimieren Sie Ablenkung am Steuer

Ablenkung kommt nicht nur vom Smartphone. Auch Stress, Zeitdruck oder intensive Gespräche im Auto können gefährlich werden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Ablenkung kommt nicht nur vom Smartphone. Auch Stress, Zeitdruck oder intensive Gespräche im Auto können gefährlich werden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Ablenkung kommt nicht nur vom Smartphone. Auch Stress, Zeitdruck oder intensive Gespräche im Auto können gefährlich werden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Ablenkung am Steuer ist gefährlich. Deshalb ist etwa das Telefonieren mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung verboten. Aber auch Dinge, die nicht verboten sind, tragen nicht gerade zum ablenkungsfreien Fahren bei - intensive Gespräche mit Mitfahrenden beispielsweise.

Doch wie kann die nächste Fahrt eine möglichst sichere werden? Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) gibt Autofahrenden Tipps, die helfen können, Ablenkungen zu vermeiden:

Vor der Fahrt

  •  Ausreichend schlafen: Ausgeruht und ausgeschlafen die Fahrt antreten ist wichtig. Denn Sekundenschlaf ist besonders gefährlich und werde oft unterschätzt. 
  • Route und Zeit planen: Für jede Fahrt sollte man ausreichend Zeit und Puffer einplanen. Denn Zeitdruck führe nachweislich zu riskanterem Verhalten und Unaufmerksamkeit, so der DRV.Auch bei kürzeren Strecken sollte man sich vor dem Losfahren die Route überlegen. Denn auch das plötzliche Suchen nach Straßen lenke ab und koste wertvolle Reaktionszeit. 
  • Auto checken: Regelmäßig sollten Reifendruck, Tankstand, Flüssigkeiten und Beleuchtung kontrolliert werden. Denn wer vorbereitet fährt, könne sich voll auf den Verkehr konzentrieren. 
  • Alles einstellen: Außenspiegel, Innenspiegel, Sitzposition und Navigation sollten vor Fahrtbeginn eingestellt werden. Die Lautstärke des Radios sollte nur so laut sein, dass wichtige Umgebungsgeräusche wie Sirenen oder Hupen nicht überhört werden können. Lose Gegenstände sichern und Anschnallen nicht vergessen. Insgesamt gilt: Alles, was während der Fahrt eingestellt werden muss, lenkt ab und kann gefährlich sein. 
  • Weg mit den technischen Geräten - nicht in Versuchung führen lassen. So sollte man etwa am Handy den Flugmodus einstellen und es in eine Tasche stecken - komplett außer Sicht und Reichweite.„Jede Nachricht und jeder Anruf können warten – Ihr Leben und das Ihrer Mitmenschen nicht“, bringt es der DVR auf den Punkt. Auch Tablets oder andere elektronische Geräte sollten außer Reichweite liegen. 
  • Aufgaben verteilen: Man muss nicht alles allein machen. So könne der Beifahrer unterwegs das Navi bedienen, das Radio einstellen oder Kinder betreuen, damit der Fahrer sich aufs Fahren konzentrieren kann. 
  • Verkehrswissen auffrischen: Wer so richtig am Ball bleiben will und kritisch Feedback zum eigenen Fahrverhalten sucht, kann Fahrschulkurse, Verkehrstrainings oder Workshops besuchen, um das eigene Verhalten zu verbessern und sicherer zu fahren.

 Während der Fahrt

  • Vorausschauend fahren: Im Blick bleiben die Spur, Verkehrsschilder, andere Fahrzeuge und Fußgänger. Dazu auch regelmäßig die Außen- und den Innenspiegel nutzen. Denn wer Gefahren früh erkennt, kann Reaktionszeit und Unfallgefahr senken. 
  • Multitasking vermeiden: Essen, Trinken, Rauchen, sich Schminken – Aktivitäten wie diese lenken während der Fahrt ab. Am Steuer sollte man sich ausschließlich auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren. 
  • Gegenstände liegenlassen: Wenn was runterfällt, ruhig bleiben und nicht versuchen, die Dinge während der Fahrt wiederzubekommen, indem etwa eine Hand zwischen Sitz und Mittelkonsole auf Erkundung geschickt wird. Das ist viel zu gefährlich. Ist es etwas Wichtiges, dann an einem sicheren Ort anhalten und die Dinge aufheben.Das gilt auch für den Fall, das man der Warnung zum Trotz am Steuer raucht und einem die Zigarette runterfällt: Dann rät der DVR: „Ruhe bewahren, Hände fest am Lenkrad lassen und nicht hektisch nach unten greifen oder in den Fußraum schauen.“Priorität habe weiterhin die Kontrolle des Autos – also Geschwindigkeit, Abstand und Spur halten. Dann sicher anhalten (Rastplatz, Seitenstreifen oder Parkplatz), um sich um die Kippe zu kümmern. Vorbeugend, um Risiken zu vermeiden: feste Raucherpausen einplanen. 
  • Gespräche steuern: Mit den Mitfahrenden vereinbaren, dass diese einen am Steuer nicht durch laute oder aufgeregte Gespräche ablenken. Intensive, emotionale Gespräche gehören nicht ins Auto, sondern sollten nach der Fahrt stattfinden, rät der DVR.  
  • Handy ignorieren: Unvermeidbare Telefonate sollten nur nach Anhalten an einem sicheren Ort geführt werden. Der DVR rät, selbst kurze und sachliche Telefonate über eine Freisprecheinrichtung als Ausnahme zu betrachten. 
  • Pausen machen: Speziell, wenn lange Fahrten unternommen werden, sind regelmäßige Pausen wichtig, um Müdigkeit und Aufmerksamkeitsverluste zu vermeiden. Als Faustregel kann gelten: bei aufkommender Müdigkeit und spätestens nach zwei Stunden, eine Pause einlegen. Diese kann man dann kombinieren mit einem Kurzschlaf von 10 bis 20 Minutenoder alternativ mit Bewegung zur Aktivierung des Kreislaufs

Nach der Fahrt

  • Fahrt reflektieren: Nach dem Ende einer Fahrt solle man sich kurz Zeit nehmen und nachdenken, wann man vielleicht doch wodurch abgelenkt war und wie man es künftig besser machen könnte.  

© dpa-infocom, dpa:260127-930-604148/1


Von dpa
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