Ein Wochenende lang liegt Merkendorf wieder in direkter Nachbarschaft zu Naschville im US-Bundesstaat Tennessee. Am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Juli, steht die Altstadt ganz im Zeichen von Country-Musik und Line-Dance und wird zur „Westernstadt Merkendorf”.
Mit der Veranstaltung, die 2022 erstmals als etwas anderes Altstadtfest stattgefunden hatte, hat das Städtchen im südlichen Landkreis Ansbach einen Nerv getroffen. Bei der zweiten Auflage 2024 war alles schon eine Spur größer, und in diesem Jahr soll das erneut übertroffen werden. Nach der Veranstaltung vor zwei Jahren hätten sich Bands von sich aus gemeldet, weil sie beim nächsten Mal dabei sein wollten, erzählt Bürgermeister Stefan Bach.
Zwei Bühnen, zehn Bands und jede Menge Western-Gaudi. Das ist das grobe Konzept des außergewöhnlichen Altstadtfestes. Viele Vereine beteiligen sich und sorgen für ein gutes Gelingen, freut sich Bach. Die Altstadt wird mit Heuballen, Wagenrädern und gemalten Kulissen geschmückt. Bach geht davon aus, dass viele Besucherinnen und Besucher wieder im Western-Stil mit Stiefeln, groß kariertem Hemd oder groß karierter Bluse und spitzen Stiefeln gekleidet sein werden.
Die Hauptbühne, die „Saloon Stage”, steht auf dem Marktplatz, die „Jailhouse Stage” im Stadthof. Eröffnung ist am Samstag um 13.45 Uhr auf dem Marktplatz. Bis in die Nacht hinein stehen dort die Bands „Loose Moose” (14 bis 16 Uhr), „PEZ & Band” (17 bis 20 Uhr) und „Boots on” (21 bis 1 Uhr) auf der Bühne. Im Stadthof spielen „Country Friends Duo & Tom” (14 bis 16.30 Uhr), „Boots 'n' Pickups” (17.30 bis 20.30 Uhr) und „Cash” (21.30 bis 1.30 Uhr).
Am Sonntag gehört die „Saloon Stage” den Bands „Lonesome Andy & his One Man Band” (11 bis 12.30 Uhr), „Steve Morgan Band” (13 bis 16 Uhr) und „Countryholics” (17 bis 20 Uhr). Auf der zweiten Bühne ist von 14 bis 19 Uhr „Line Dance Bang” mit Andy Nickel und Tom Rascal.
Natürlich darf vor den Bühnen gerne getanzt werden. In Merkendorf lief eigens ein Kurs im Square Dance. Was die Teilnehmenden gelernt haben, werden sie am Sonntag ab 13 Uhr im Stadthof zeigen.
Neu sind ein Western-Gottesdienst auf der „Jailhouse Stage” am Sonntag um 10 Uhr und ein eigenes Kinderprogramm am Sonntag um 12 Uhr mit „Tim Mohr und seinem Spaßkoffer”. „Die Kindergärten engagieren sich sehr”, freut sich der Bürgermeister.
Auch an kleineren Stellschrauben haben die Organisatorinnen und Organisatoren gedreht. Das Bullenreiten wird in diesem Jahr an beiden Tagen angeboten. Durch das Verschieben der Hauptbühne und zusätzliche Sitzmöglichkeiten hoffen die Verantwortlichen auf noch größeren Zuspruch.
Wie viele Besucherinnen und Besucher in den vergangenen Jahren da waren, lässt sich nicht sagen, erklärt Bürgermeister Bach. Da der Eintritt frei ist, gibt es keine Möglichkeit, an belegbare Zahlen zu kommen. Das Wetter scheint ebenfalls in Western-Laune. Die sonnigen Prognosen mit gut 30 Grad fürs Wochenende 11. und 12. Juli sind fast etwas zu warm. Aber das kann sich ja noch nach unten korrigieren.