Der Zugverkehr auf der von einem Hangrutsch beschädigten Mangfalltalbahn in Oberbayern wird voraussichtlich erst Ende Juni wieder regulär rollen. Die Reparatur des Abschnitts auf der Strecke von München über Holzkirchen nach Rosenheim sei aufwendiger und somit langwieriger als gedacht, teilte die Deutsche Bahn (DB) in München mit. Seit dem 25. Februar fahren zwischen Holzkirchen und Westerham keine Züge mehr, zudem entfallen in Hinrichssegen sowie Heufeldmühle weiterhin einige Zughalte wegen Langsamfahrstellen.
Die Instandsetzungsarbeiten liefen an beiden Stellen mit Hochdruck, betonte die DB. „Ziel ist, dass die Züge der Bayerischen Regiobahn (BRB) ab Ende Juni wieder regulär fahren können.“ Ursprünglich war eine Wiederaufnahme des Betriebes schon für Mitte März angekündigt gewesen, zuletzt war Ende April anvisiert.
Die für die Stabilisierung des Bahndamms bei Westerham erforderlichen Arbeiten erfolgen laut Bahn mit einem Spezialverfahren: Die Böschung wird mit Mikropfählen gesichert. Zudem nehmen neu installierte Rigolen, das sind Speicher- und Versickerungskörper, nunmehr Regenwasser auf und lassen es so besser versickern. „Durch diese nachhaltige Sanierung wird der Damm bei künftigen Starkregenereignissen deutlich widerstandsfähiger sein“, erläuterte die Bahn.
Für die Instandsetzung der beiden Weichen in Bruckmühl und Heufeld würden zudem während einer Totalsperrung dieses Abschnitts vom 24. bis 27. April mehr als 200 Schwellen getauscht.
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