Lohn für hohen Einsatz: Die SpVgg Ansbach rückt auf Platz 9 der Regionalliga | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.10.2025 10:33

Lohn für hohen Einsatz: Die SpVgg Ansbach rückt auf Platz 9 der Regionalliga

So nah am zweiten Tor war die SpVgg Ansbach (in Grün) nicht nur in dieser Szene. Hier klärt Bayern Münchens Benno Schmitz auf der Torlinie. (Foto: Martin Rügner)
So nah am zweiten Tor war die SpVgg Ansbach (in Grün) nicht nur in dieser Szene. Hier klärt Bayern Münchens Benno Schmitz auf der Torlinie. (Foto: Martin Rügner)
So nah am zweiten Tor war die SpVgg Ansbach (in Grün) nicht nur in dieser Szene. Hier klärt Bayern Münchens Benno Schmitz auf der Torlinie. (Foto: Martin Rügner)

Einen engagierten Auftritt vor stattlicher Kulisse gezeigt, die Serie ausgebaut und einen einstelligen Tabellenplatz in der Fußball-Regionalliga Bayern erobert – bei der SpVgg Ansbach kann man nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Bayern München II ganz glücklich sein.

Die Nachwuchsmannschaft des Rekordmeisters kam nach drei Niederlagen am Stück leicht angeknockt in den Xaver-Bertsch-Sportpark. Ansbach ging sogar leicht favorisiert ins Spiel. Doch Bayern II versteckte sich natürlich keineswegs und brachte ein Sammelsurium guter Kicker mit. Da die nullneuner wieder hohe Laufbereitschaft und Aggressivität zeigten, entwickelte sich schnell ein temporeiches und interessantes Fußballspiel vor 2676 Zuschauern.

Anton Heinz schießt den Ball über das leere Tor

„Ich finde, dass wir eine gute erste Halbzeit gespielt haben, dass wir fast näher dran waren wie die. Auch Mitte der zweiten Halbzeit waren wir näher dran, da hält der Torwart einen gut von ihnen”, befand SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber. Erst in der Schlussphase kippte die Partie in Richtung der Bayern. Anton Heinz hätte in der 84. Minute nach einem Sololauf das 2:1 für die Gäste erzielen müssen, schoss aber über das leere Tor. „In den letzten 20 Minuten können wir froh sein, dass wir es nicht verlieren. Das 1:1 geht in Ordnung”, so Reutelhuber.

Bayern-Coach Holger Seitz meinte: „Wenn man eine bessere Phase hat als wir, sind das sichere Tore. Genauso wie der Freistoß oder die eine oder andere Abschlusssituation in der zweiten Halbzeit. Deswegen ist es für uns okay, dass wir Unentschieden gespielt haben. Aber unterm Strich, denke ich mal, hätten wir den Sieg verdient gehabt.”

Ansbacher in den Zweikämpfen immer einen Schritt schneller

Es war zumindest nicht überraschend, dass die kleinen Bayern in den letzten Minuten mehr Punch hatten. Die Ansbacher hatten hohen Aufwand betrieben. In der ersten Hälfte liefen sie den erst 18-jährigen Bayern-Torhüter Leon Klanac rigoros an, wenn der den Ball am Fuß hatte. Im Mittelfeld dominierten sie die Zweikämpfe. Sie waren meist einen Schritt schneller als die Gäste.

Dass sich der Wind langsam drehte, lag aber auch an der Reaktion der Bundesliga-Reserve. „Die Bayern haben es uns heute sehr schwer gemacht. So verbissen habe ich sie eigentlich noch nie gesehen”, sagte Reutelhuber. Das sah auch Seitz so: „Die Reaktion meiner Mannschaft dann in der zweiten Halbzeit war absolut top. Wir haben den Kampf angenommen, wir haben Mentalität gezeigt und waren definitiv gefühlt dem Sieg näher.”

SpVgg seit sechs Spielen ohne Niederlage

Kein Wunder also, dass Reutelhuber „sehr zufrieden” war. Durch das 1:1 baute die SpVgg ihren aktuellen Lauf auf sechs Spiele ohne Niederlage (4 Siege, 2 Unentschieden) aus. Eine längere positive Serie gab es seit dem Wiederaufstieg nicht. In der vergangenen Saison war man aus der Winterpause mit einer Serie in gleicher Länge gestartet.

Der Lauf – und die Niederlage von Buchbach in Illertissen am Samstag – führte dazu, dass die Ansbacher dem Saisonziel Platz 8 nun verdächtig nahe gekommen sind. Erstmals in dieser Saison haben sie mit dem 9. Rang die Einstelligkeit erreicht. Reutelhuber: „Es steckt viel harte Arbeit in dieser Serie. Wir freuen uns, dass wir derzeit so gute Spiele abliefern.”

Es spricht erst einmal nichts dagegen, dass es so positiv weiter geht. Die nächsten Gegner sind mit FC Memmingen (7. Platz), Schwaben Augsburg (18.) und Greuther Fürth II (16.) zumindest keine Überflieger.

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