Veröffentlicht am 04.08.2022 13:12

Lkw-Fahrer übersieht auf der A6 das Ende eines Staus

Nahezu ungebremst prallte ein Lkw auf einen stehenden Sattelzug. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. (Foto: Polizei)
Nahezu ungebremst prallte ein Lkw auf einen stehenden Sattelzug. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. (Foto: Polizei)
Nahezu ungebremst prallte ein Lkw auf einen stehenden Sattelzug. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. (Foto: Polizei)

Den stehenden Verkehr vor ihm hat ein Lkw-Fahrer auf der Autobahn 6 bei Ansbach nicht erkannt. Sein Fahrzeug prallte auf einen Sattelzug.

Der 47-Jährige aus Bosnien-Herzegowina sah gegen 6.50 Uhr nicht, dass es auf der A6 zu einem langen Stau gekommen war. Er fuhr nach den Angaben der Verkehrspolizei Ansbach nahezu ungebremst auf einen polnischen Sattelzug auf und schob diesen wiederum auf einen weiteren polnischen Sattelzug. Der Lkw-Fahrer wurde schwer verletzt und kam mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Nürnberg-Süd.

Zu dem Stau war es wegen eines Unfalls gekommen, der sich bereits zwei Stunden vorher ereignet hatte. Gegen 4.50 Uhr war ein polnischer Lkw-Fahrer in Richtung Nürnberg auf Höhe des Parkplatzes Silberbach wegen einer Unachtsamkeit nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dabei beschädigte er laut Polizei mehrere Leitpfosten, ein Schild und den Unterboden seines Lkw. Dadurch liefen Betriebsstoffe aus, die zunächst von der Feuerwehr Herrieden gebunden wurden. Danach musste die Fahrbahn aus Sicherheitsgründen von einer Spezialfirma gereinigt werden. Daher staute sich der Verkehr in Richtung Nürnberg bis auf sechs Kilometer Länge.

Nach dem zweiten Unfall dauerte die Bergung der verkeilten Sattelzüge bis 12.30 Uhr, wodurch es weitere massive Behinderungen auf der A6 in Richtung Nürnberg gab. Es entstand insgesamt ein Sachschaden in Höhe von rund 70.000 Euro.

Manfred Blendinger

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