Wegen zwei Flaggen der Ukraine wurde ein Lkw-Fahrer auf einem Rasthof an der A6 von zwei Männer auf Russisch bedroht.
Am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr legte ein 25-Jähriger Ukrainer, der Hilfsgüter in sein Heimatland transportierte, auf der Rastanlage „Frankenhöhe - Süd“ an der A6 bei Aurach eine Pause ein. Hinter der Windschutzscheibe der Zugmaschine hatte er zwei ukrainische Flaggen befestigt.
Kaum hatte er den Parkplatz erreicht, kamen zwei zunächst unbekannten Insassen eines Autos auf ihn zu. Sie forderten ihn auf, die Fahnen zu entfernen, und bedrohten ihn in der Folge in russischer Sprache.
Als das Duo bemerkte, dass Passanten auf den Vorfall aufmerksam wurden, setzte es sich in den Pkw und fuhr da-von. Allerdings war es Zeugen bereits gelungen, die beiden Männer und ihr Fahrzeug mit dem Handy zu fotografieren.
Als die Streifen der zwischenzeitlich verständigten Verkehrspolizei Ansbach am Tatort eintrafen und das Bildmaterial sichteten, erkannte einer der Beamten einen der beiden Flüchtigen wieder. Mit dem aus Russland stammenden Mann hatte er vor ein paar Monaten dienstlich zu tun.
Es handelt sich nach den Angaben der Polizei um einen 38-Jährigen, der jetzt im Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim seinen Wohnsitz hat. Die Polizei sucht nun mit Hilfe der Zeugen nach seinem Mittäter. Gegen die beiden Männer wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Nötigung und Bedrohung eingeleitet.
Manfred Blendinger