Kulturforum Ansbach schaut auf die Natur: In diesem Jahr geht es um die Luft | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 15.02.2025 13:35

Kulturforum Ansbach schaut auf die Natur: In diesem Jahr geht es um die Luft

Luft kann man nicht sehen, aber was durch sie fliegt: ein Stillleben zum Jahresthema des Bereichs „Natur und Struktur“, arrangiert von Susanne Wolf. (Foto: Susanne Wolf)
Luft kann man nicht sehen, aber was durch sie fliegt: ein Stillleben zum Jahresthema des Bereichs „Natur und Struktur“, arrangiert von Susanne Wolf. (Foto: Susanne Wolf)
Luft kann man nicht sehen, aber was durch sie fliegt: ein Stillleben zum Jahresthema des Bereichs „Natur und Struktur“, arrangiert von Susanne Wolf. (Foto: Susanne Wolf)

Seit 2022 gibt es den Bereich „Natur und Struktur“ im Kulturforum Ansbach. Er hat nun sein neues Programm vorgelegt. Auf „Wasser“, das vorherige Jahresthema, folgt nun „Luft“. Geplant sind rund Dutzend Veranstaltungen. Die Termine für das erste Halbjahr stehen fest.

„Alle Kulturen unserer Erde haben sich Gedanken über Bausteine unserer Welt gemacht“, erläutert Susanne Wolf, die Initiatorin von „Natur und Struktur“. Bis in unsere Neuzeit seien die vier Elemente erhalten geblieben, wie sie von den Griechen definiert wurden. Wasser, Luft, Feuer und Erde sind daher die Jahresthemen der Veranstaltungen, die den Blick auf elementar Dinge lenken sollen. Nun also Luft.

„Luft, das liegt in der Natur der Sache, ist natürlich schwer greifbar“, sagt Susanne Wolf. Aber hörbar, fühlbar und sichtbar könne man die Folgen machen. „Wir wollen wieder in die Landschaft gehen, wir wollen Experimente machen, wir wollen, dass die Leute es selber sehen, mitmachen, spüren.“

Vielfalt ist Konzept

Sie organisiert die Reihe dieses Jahr nicht allein. Die Landschaftsarchitektin möchte die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen. Nun helfen ihr das Ehepaar Christiane und Götz Alber. Das Thema „Luft“ kommt besonders dem Raumakustiker und Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik entgegen.

Vielfalt gehört zum Konzept der Reihe. Susanne Wolf: „Wir vernetzen alles, was irgendwie mit Kunst und Kultur zu tun hat und die Natur als Basis nimmt.“ Und so reicht das Spektrum vom Flugpionier Gustav Weißkopf bis hin zur Musik. „Ohne Luft kein Schall“, bringt Götz Alber den Zusammenhang auf den Punkt. Ziel ist es außerdem, mit den Angeboten alle Altersgruppen mit dem Programm anzusprechen.

Das könnte Sie auch interessieren
Künstlerisches Spannungsfeld: Arbeiten von Silvia Hornig und Salomea in HilsbachVom NS-Sympathisant zum Gründervater des EBZ: Das Leben des Julius SteinmetzKunst in Dachsbach 2026: Das Programm rund um das WasserschlossFernseh-Hebamme Lena Lorenz liest in Ipsheim: Über das Leben und Lieben der MütterEmigranten und ein Pandabär im Speckdrumm Ansbach: die fünfte Folge von „ANhören”Schenkung an Herrieden: Stadtgeschichte in 14 Aquarellen von Willi UrbanAusstellung im Alten Bauhof in Dinkelsbühl: Farbenprächtige Großformate laden einDer Virtuose des Details: Walter Seidel stellt in Ansbach ausTheater Ansbach: Ein Abend in Briefen mit Tschaikowski und seiner GönnerinTheater Ansbach: Jenny Erpenbecks „Heimsuchung” auf der LesebühneZwischen Dekoration und Depression: Neue Kunstausstellung im Scheinfelder RathausGrund- und Mittelschule Schillingsfürst: Lesung für die FantasieLeidenschaft fürs Vorlesen: Ansbacher Schüler hat am Landesentscheid teilgenommenRothenburger Künstlerbund präsentiert „Grantelhuber mit Humor”Der Besteller „Was man von hier aus sehen kann” bei den Ansbacher Puppenspielen

Luft als literarisches Thema

Los geht es am Freitag, 21. Februar, um 17 Uhr, im Kunsthaus Reitbahn 3 mit einem Vortrag von Dr. Gabriele Kucher. Die Germanistin zeigt an ausgewählten Texten von der Antike bis zur Wiener Moderne, wie Luft zum literarischen Thema wird.

An Familien und ihre Kinder wendet sich der zweite Termin. „Natur und Struktur“ macht einen Ausflug nach Leutershausen und trifft sich vor dem „Gustav Weisskopf Museum – Pioniere der Lüfte“. Die Führung wird Günter Adelhard übernehmen. Auch er ist vom Fach. Der Modellflug gehört zu dessen Leidenschaften. (Samstag, 29. März, 14 Uhr).

Um die „Kraft des Windes“ dreht sich die nächste Familienveranstaltung, „ein Spaziergang in der Gegend um Strüth“, so Susanne Wolf. „Da geht es natürlich um Windrad, um Landschaftsbild, um Energiegewinnung und den Windeinfluss auf die Landwirtschaft, also um Erosion.“ Wolf und ihre Mitstreiter wissen, dass das Thema „Windkraft“ polarisiert. Götz Alber möchte neutral informieren und das Politische „völlig raushalten“ (Donnerstag, 10. April, 17 Uhr, Treffpunkt Gemeinschaftshaus Strüth).

Luft-Experimente und Windspiele

Im Mai darf experimentiert werden. „Luft ist nix, oder?“ lautet das fragende Motto. Was sie alles ist, will Götz Alber Kinder und Erwachsen zeigen, nicht „hochwissenschaftlich, sondern spielerisch“, sagt er. (Freitag, 16. Mai, 14 Uhr, Kunsthaus).

Eine Woche später widmet die Junge Kunstschule Ansbach, die JUKS, ihren Kreativsamstag der Luft. Gebaut werden können Windspiele und Mobiles (Samstag, 24. Mai, 11 Uhr, Kunsthaus)

Bei einer kleinen Exkursion nach Hennenbach und Kammerforst geht es um das Wetter. Susanne Wolf: „Wir fragen, wie funktioniert das Wetter eigentlich, und was macht es mit uns?“ Sie will zudem Bilder mitbringen: „Wetterdarstellung in der Kunst ist was ganz Tolles. Damit kann man Stimmungen machen. Kein Landschaftsbild ohne Wetter.“ (Samstag, 21. Juni, 14 Uhr, Treffpunkt Kreuzung Galgenmühle, Robert-Limpert-Straße).

Im zweiten Halbjahr soll es unter anderem um Schmetterlinge gehen, um Musik oder bei einer Exkursion um Samenflug. Die Termine stehen noch nicht fest.

Das detaillierte Programm hat das Kulturforum Ansbach auf seiner Homepage veröffentlicht und als Faltblatt herausgegeben. Illustriert hat es Susanne Wolf mit eigenen Fotos. Bis auf dem Museumsbesuch in Leutershausen ist die Teilnahme kostenlos. Sich anzumelden ist nicht nötig. Die Organisatoren wollen, wie Christiane Alber erläutert, wollen, dass ihr Angebot auch für Kurzentschlossene offen steht.


Thomas Wirth
Thomas Wirth
Redakteur im Ressort „Kultur“
north