Krise bei ANregiomed: SPD fordert Rauswurf von Klinikvorstand Sontheimer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.02.2026 16:53

Krise bei ANregiomed: SPD fordert Rauswurf von Klinikvorstand Sontheimer

Die SPD fordert den Rauswurf von ANregiomed-Chef Dr. Gerhard Sontheimer. (Archivbild: Jim Albright)
Die SPD fordert den Rauswurf von ANregiomed-Chef Dr. Gerhard Sontheimer. (Archivbild: Jim Albright)
Die SPD fordert den Rauswurf von ANregiomed-Chef Dr. Gerhard Sontheimer. (Archivbild: Jim Albright)

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert gemeinsam mit SPD-Landratskandidat Dr. Bastian Wojek die umgehende Freistellung von Klinikvorstand Dr. Gerhard Sontheimer.

Hintergrund ist die aktuelle Entwicklung rund um die geplante Etablierung einer ambulanten Kardiologie am MVZ Rothenburg. Dieses Projekt sei ein zentraler Bestandteil der im vergangenen Jahr beschlossenen strategischen Neuausrichtung der Klinikstruktur. Die SPD habe bereits in ihrer Rede zum Haushalt 2026 klargemacht, dass die beschlossene Strategie konsequent umzusetzen sei – andernfalls müsse nachgesteuert werden. Dieser Punkt sei nun erreicht.

Ohne Arztsitz sieht es für die Kardiologie-Pläne in Rothenburg nicht gut aus. (Symbolbild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)
Ohne Arztsitz sieht es für die Kardiologie-Pläne in Rothenburg nicht gut aus. (Symbolbild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Kardiologie-Pläne in Rothenburg abgelehnt: Wackelt der ANregiomed-Kompromiss?

Ein entsprechender Arztsitz war essenzieller Bestandteil des Strategiebeschlusses. Der Zulassungsausschuss sieht aber eine Überversorgung in Westmittelfranken.

SPD sieht auch den Ansbacher Landrat in der Pflicht

Nach Ansicht der SPD mehren sich die Anzeichen, dass Sontheimer in dieser Frage nicht im Sinne des Verwaltungsratsbeschlusses handle. Dies sei zudem kein Einzelfall. „Wer strategische Beschlüsse nicht umsetzt oder unterläuft, ist an der Spitze eines kommunalen Klinikunternehmens fehl am Platz”, wird die Fraktionsvorsitzende Petra Hinkl in einer Pressemitteilung zitiert.

Zugleich sieht die SPD auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig in der Pflicht. Er müsse unverzüglich die politischen Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung führen, um die Voraussetzungen für die ambulante Kardiologie zu schaffen.

Die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung duldet nach Einschätzung der SPD-Kreistagsfraktion keinen weiteren Aufschub. Wer sich dem entgegenstelle, müsse die Konsequenzen tragen.


Von tsr
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