Die Blätter fallen, die Temperaturen auch: Das ist die Zeit, in der sich Igel ein Polster für den Winterschlaf anfressen und in Sachen Futtersuche sehr aktiv sind. Da sich Igel von Mai bis September fortpflanzen, können bis in den späten Herbst hinein Jungtiere unterwegs sein. So ein kleiner Stachelgeselle allein im Garten wirkt schnell hilfsbedürftig. Doch nicht jeder Jungigel braucht Unterstützung:
„Selbst junge Igel im Alter von drei bis vier Wochen sind schon recht selbstständig und verlassen tagsüber für kurze Zeit das Nest“, erklärt Catrin Hammer vom Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec. „Sie finden allein zurück und benötigen keine Hilfe.“
Wichtig: Einen gesunden Igel sollte man nicht aus der Natur nehmen. Das verursacht nicht nur großen Stress bei den Tieren, sondern ist auch gesetzlich verboten, da Igel zu den geschützten Arten zählen.
Wer den Tieren etwas Gutes tun möchte, kann ihnen im Garten große, wettergeschützte Laub- oder Reisighaufen anbieten oder eine gut isolierte Holzkiste aufstellen. Auch der Verzicht auf Insektizide hilft, weil so natürliche Nahrungsquellen erhalten bleiben.
Zusätzliches Futter kann die Energiereserven der Tiere unterstützen. „Dazu eignen sich getrocknete Insekten aus dem Fachhandel, Katzenfutter oder gekochtes Ei, sowie eine flache Schale mit sauberem Wasser“, erklärt Hammer. „Wichtig ist jedoch: Keine Milch! Diese verursacht lebensbedrohliche Durchfälle. Auch Obst gehört nicht auf den Speiseplan der Igel.“
Offensichtlich kranke, verletzte oder stark geschwächte Igel brauchen jedoch Hilfe.
Dann gilt laut der Initiative „Pro Igel“:
Denn: Wenn ein kleiner Igel unter 200 Gramm im Oktober offensichtlich ganz allein unterwegs ist, wird es für ihn schwierig, noch genug Winterspeck anzulegen - seine Energiereserven werden für die Aufrechterhaltung der eigenen Körperwärme verbraucht, schreibt der BUND Bayern auf seiner Webseite.
Wer unsicher ist, ob ein Tier Hilfe benötigt, kann sich an igelhilfe@pro-igel.de wenden.
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