Zum 25. Mal nimmt die Kinderzechgruppe der Torwächter am Dinkelsbühler Heimatfest teil. Sie organisiert den Verkauf der Festabzeichen. Im Jahr 2000 wurden die Torwächter ins Leben gerufen. Eine von Martina Schust gestaltete Ausstellung in den Räumen der VR-Bank im südlichen Franken in der Altstadt greift dieses Thema auf.
Bankvorstand Markus Kober ging in seiner Begrüßungsrede zunächst auf die verschiedenen Traditionen ein. Seit nunmehr 29 Jahren bestehe die alte Tradition der Kinderzechausstellung. Neu sei, dass auch die fusionierte VR-Bank im südlichen Franken daran festhalte. Das Ende der Tradition beziehe sich lediglich auf den Ausstellungsort, der ab nächstem Jahr in die Luitpoldstraße verlegt werde, so Kober.
Die Berührungspunkte zwischen genossenschaftlicher Bank und Kinderzeche seien Solidarität, Partnerschaft und Verantwortung. Den Beweis für das Zusammenstehen habe man mit der Spende für die neue Lagerhalle der Kinderzeche gerne erbracht. Gute Geschäfte für Gastronomie und Gewerbetreibende seien auch im Sinn der Bank, um den Wirtschaftskreislauf anzukurbeln.
Zweiter Bürgermeister Georg Piott überbrachte die Grüße der Stadtspitze und dankte für die Unterstützung von Stadt und Region. Die Kinderzeche sei ein Gefühl und eine Lebenseinstellung, die es zu erhalten gelte, so Piott, der einst bei der Segringer Trachtengruppe seinen ersten Kinderzechauftritt hatte. Als Sprecher des vierköpfigen Kinderzechvorstands bezeichnete Maximilian Mattausch die VR-Bank als engen Partner und dies in ihren verschiedenen Fusionsstufen. Er erinnerte daran, dass die Kinderzeche im Verbreitungsgebiet des Geldinstituts das einzige immaterielle Kulturerbe sei.
Im Vorstand habe man sich überlegt, die Gruppenjubiläen in den Fokus zu rücken, berichtete Mattausch. Mit mittlerweile über 50 Mitgliedern verdienten die Torwächter ein Sonderlob, da sie aufgabenbedingt nicht am Umzug teilnehmen könnten, sondern für die Einnahmen sorgen müssten, hieß es bei der Eröffnung der Ausstellung.
Als Chef der Torwächter, die intern auch schon als „Wegelagerer und Zöllner“ bezeichnet wurden, erhielt Alfons Ilg stellvertretend für seine fast vollzählig erschienene Truppe unter dem Applaus der Kinderzechgemeinde eine Auszeichnung mit der Bitte, auch weiterhin für die Stabilisierung der Einnahmen zu sorgen.