„Das erste und das letzte Bild”: Ausstellung über Sternenkinder in Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.03.2026 16:00

„Das erste und das letzte Bild”: Ausstellung über Sternenkinder in Dinkelsbühl

In Dinkelsbühl wird die Ausstellung „Wo Sternenkinder sein dürfen ...” gezeigt. (Foto: Pexels)
In Dinkelsbühl wird die Ausstellung „Wo Sternenkinder sein dürfen ...” gezeigt. (Foto: Pexels)
In Dinkelsbühl wird die Ausstellung „Wo Sternenkinder sein dürfen ...” gezeigt. (Foto: Pexels)

Mit der Ausstellung „Ich bin …“ rückt die staatlich anerkannte Beratungsstelle des Gesundheitsamts am Landratsamt Ansbach ein Thema in den Mittelpunkt, das viele Familien betrifft und dennoch oft im Verborgenen bleibt: das Leben und der Abschied von Sternenkindern.

Als Sternenkinder werden Kinder bezeichnet, die vor, während oder kurz nach der Geburt versterben. Für ihre Eltern sind sie von der ersten Sekunde an geliebte Kinder. Auch wenn der gemeinsame Lebensweg kurz war, bleibt die Verbindung für immer.

„Das erste und das letzte Bild”

Die staatlich anerkannte Beratungsstelle lädt bis 30. März 2026 zur Ausstellung „Das erste und das letzte Bild“ der Stiftung dein-sternenkind.org in das Kunstgewölbe im Spitalhof in Dinkelsbühl ein. Täglich von 14 bis 17 Uhr sind dort einfühlsame Fotografien zu sehen, die in einer der schwersten Stunden im Leben einer Familie entstehen. Ehrenamtliche Fotografinnen und Fotografen der Stiftung begleiten Eltern unmittelbar nach dem Verlust ihres Kindes und schenken ihnen würdige Erinnerungsbilder – oftmals das einzige bleibende Bild ihres Kindes. Diese Fotografien sind Ausdruck von Liebe, Würde und Anerkennung und geben dem Unsagbaren ein Gesicht. Der Ausstellungsbesuch ist kostenfrei.

Offen über Trauer, Abschied und Erinnerung sprechen

Der Verlust eines Kindes rund um die Geburt ist noch immer ein Tabuthema. Viele Eltern erleben neben der überwältigenden Trauer auch Sprachlosigkeit und Unsicherheit im Umfeld, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei brauchen sie gerade in dieser Ausnahmesituation Verständnis, Mitgefühl und professionelle Begleitung. Es ist deshalb von großer gesellschaftlicher Bedeutung, Sternenkindern Sichtbarkeit zu geben und offen über Trauer, Abschied und Erinnerung zu sprechen.

Ebenso wichtig sind verlässliche Anlaufstellen für betroffene Eltern. Beratungsstellen, Hebammen, Seelsorgeangebote und spezialisierte Organisationen leisten einen Beitrag, um Familien Halt, Orientierung und Unterstützung zu geben. Daher zählen auch das Sensibilisieren, der Erfahrungsaustausch unter Betroffenen sowie das Ausbilden von Netzwerken zu den Aufgaben der staatlich anerkannten Beratungsstelle. Diese steht unter der Telefonnummer 0981/468-7802 bei Rückfragen zur Verfügung.

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