In Stadt und Landkreis Ansbach gilt aktuell eine Hochwasserwarnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern begründet das mit Schneeschmelze und Niederschlägen: Die Wasserstände an Flüssen und Bächen liegen teils schon erhöht – und durch die bevorstehende Wetterlage sind in den nächsten Tagen weiter steigende Pegel möglich.
Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts Ansbach liegen an sechs Pegeln Meldestufe 1 an – verteilt auf Altmühl, Fränkische Rezat, Sulzach und Wörnitz. Am Mittagg waren Thann bei Bechhofen an der Altmühl und Gerolfingen an der Wörnitz die einzigen beiden Pegel in der Region, die Meldestufe 2 erreicht haben.
Das heißt: Vielerorts herrscht leichtes Hochwasser, bei weiterem Regen könnte es jedoch schnell ungemütlicher werden. Wichtig: Auch kleinere Gewässer ohne Pegel können über die Ufer treten – gerade dort, wo Schmelzwasser und Regen in kurzer Zeit zusammenkommen.
Für den Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gibt es derzeit keine Hochwasserwarnung. Das bedeutet aber nicht automatisch Entwarnung: Der bayerische Hochwassernachrichtendienst meldet, dass lokale Übertritte an Bächen ohne Messstelle weiterhin möglich sind – vor allem, wenn der Regen mehrere Tage anhält.
Schon seit rund zwei Wochen kommt es in Westmittelfranken immer wieder zu tagelangem Hochwasser. So war etwa der Rezatparkplatz in Ansbach bereits mehrere Male für den Verkehr gesperrt.
Mehrere Wetterdienste melden für Teile Westmittelfrankens an mehreren Tagen Regen. Zusammen mit dem letzten Schnee, der gerade wegschmilzt, kann das die Hochwasserlage verschärfen: Böden sind vielerorts gesättigt, Zuflüsse reagieren dann schneller – und Pegel können innerhalb kurzer Zeit anziehen.
Der Hochwassernachrichtendienst prognostiziert für Ansbach etwa am Dienstag einen sprunghaften Anstieg der Rezat, die damit Meldestufe 2 erreichen könnte. In Oberheßbach könnte je nach Rechenmodell Meldestufe 3 beinahe erreicht werden. Auch Aisch und Zenn könnten in Westmittelfranken an einigen Stellen wieder Meldestufe 2 erreichen.
Für die zweite Wochenhälfte sind derweil mehr trockene Tage vorhergesagt.
Über die aktuellen Pegelstände und die allgemeine Lage informiert der Hochwassernachrichtendienst Bayern unter www.hnd.bayern.de