Für Samstag, 5. Juli, und Sonntag, 6. Juli, ist erneut Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung angeordnet. Dies hat die Regierung von Mittelfranken in Abstimmung mit dem regionalen Ansprechpartner für die Waldbrandbekämpfung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach (AELF) beschlossen.
Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert weiterhin sehr hohe Temperaturen und keinen flächendeckenden Regen. Dadurch besteht in weiten Teilen Mittelfrankens eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr. Die Luftbeobachtungsflüge finden in den Nachmittagsstunden statt, da die Waldbrandgefahr zu dieser Zeit besonders hoch ist. Aufgrund des schönen Wetters wird zudem mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur gerechnet, so die Regierung.
Die Befliegung wird von ehrenamtlichen Piloten der Luftrettungsstaffel Mittelfranken durchgeführt. Neben dem Piloten befinden sich speziell ausgebildete Luftbeobachter der Feuerwehr und der Forstbehörden an Bord. Sie überwachen aus der Luft die relevanten Waldgebiete und suchen gezielt nach möglichen Brandgefahren. Sollte ein Brand entdeckt werden, wird die Feuerwehr direkt aus der Luft per Funk alarmiert und zur Brandstelle geleitet.
Die Einsätze übernehmen die Stützpunkte der Luftrettungsstaffel in Rothenburg (Samstag) und Weißenburg (Sonntag).
Beflogen wird dabei eine festgelegte Route, die von Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld führt. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Moorenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe, mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen.
Auf diese Weise können die besonders gefährdeten Waldgebiete, wie der Sebalder und Lorenzer Reichswald bei Nürnberg und auch das westliche Mittelfranken, aus der Luft gut eingesehen und auf mögliche Rauchentwicklung kontrolliert werden. Gefährdet sind vor allem lichte Kiefernbestände und von der Bevölkerung stark besuchte Wälder in Ballungsgebieten. Die Regierung von Mittelfranken trägt die Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.
Die Regierung appelliert an die Waldbesucher, bestimmte Regeln einzuhalten: Waldbrände sind unverzüglich über die Notrufnummer 112 zu melden. Vom 1. März bis 31. Oktober ist das Rauchen im Wald untersagt. Im oder am Wald darf kein Feuer entzündet werden – auch kein Grillfeuer. Brennende Zigaretten dürfen nicht aus dem Auto geworfen werden. Fahrzeuge dürfen nicht auf leicht entzündbarem Untergrund wie Wiesen oder Waldwegen geparkt werden. Heiße Fahrzeugkatalysatoren können Brände auslösen.