Hochrechnungen: Ex-Staatschef Radew in Bulgarien klar vorn | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.04.2026 02:56

Hochrechnungen: Ex-Staatschef Radew in Bulgarien klar vorn

Bulgariens Ex-Präsident Radew steht mit seinem Bündnis vor einem deutlichen Sieg.  (Foto: Valentina Petrova/AP/dpa)
Bulgariens Ex-Präsident Radew steht mit seinem Bündnis vor einem deutlichen Sieg. (Foto: Valentina Petrova/AP/dpa)
Bulgariens Ex-Präsident Radew steht mit seinem Bündnis vor einem deutlichen Sieg. (Foto: Valentina Petrova/AP/dpa)

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Bulgarien zeichnet sich nach Hochrechnungen eine überwältigende Mehrheit für die Wahlallianz von Ex-Staatschef Rumen Radew ab. Wie aus Angaben mehrerer Meinungsforschungsinstitute hervorgeht, kommt das Bündnis Progressives Bulgarien (PB) des als russlandfreundlich geltenden Ex-Generals auf bis zu 45 Prozent der Stimmen. Dies würde den Angaben zufolge bedeuten, dass Progressives Bulgarien (PB) mit bis zu 140 Abgeordneten in dem 240 Sitze umfassenden Parlament über die absolute Mehrheit verfügen würde.

Mit großem Abstand dürften zwei etablierte prowestliche Parteien folgen. Das konservative Bündnis Gerb-SDS, das eine im Dezember 2025 zurückgetretene Koalitionsregierung anführte, und der proeuropäische liberal-konservative Verband PP-DB kämpfen nach Angaben der Meinungsforscher mit 12 bis 13 Prozent um den zweiten Platz. PP-DB hatte im Dezember zu Massendemonstrationen aufgerufen, die die damalige Regierung von Gerb-SDS zum Rücktritt veranlassten.

6,5 Millionen Bürger konnten wählen

Rund 6,5 Millionen Bulgarinnen und Bulgaren konnten wählen. Zurzeit ist eine Interimsregierung im Amt. Der frühere Kampfjet-Pilot Radew war im Januar vom Amt des Staatspräsidenten zurückgetreten, um an der Wahl teilzunehmen.

Die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament dürfte auch die Partei DPS eines als Oligarch umstrittenen Politikers, Deljan Peewski, mit bis zu gut sieben Prozent geschafft haben. Dieser ist durch die USA und Großbritannien wegen Korruption sanktioniert worden. 

Die nationalistische prorussische Partei Wasraschdane (deutsch: Wiedergeburt) stürzte laut diesen Hochrechnungen massiv auf rund vier Prozent ab (2024: 13,3 Prozent). Es war vorerst unklar, ob Wasraschdane nach Eintreffen der Wahlprotokolle aus dem Ausland weiterhin über die Vier-Prozent-Schranke bleibt. Im Europaparlament gehört Wasraschdane zur gleichen Parteienfamilie wie die Alternative für Deutschland (AfD).

© dpa-infocom, dpa:260420-930-966920/1


Von dpa
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