Hang zum Kleckern: Der Ford S-Max II beim Tüv | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.04.2026 00:07

Hang zum Kleckern: Der Ford S-Max II beim Tüv

Van-tastisch? Hm, zumindest bieten Großraumlimousinen wie der Ford S-Max viel Platz, dieser hat aber auch ein paar sensible Stellen.  (Foto: Thomas Starck/Ford/dpa-tmn)
Van-tastisch? Hm, zumindest bieten Großraumlimousinen wie der Ford S-Max viel Platz, dieser hat aber auch ein paar sensible Stellen. (Foto: Thomas Starck/Ford/dpa-tmn)
Van-tastisch? Hm, zumindest bieten Großraumlimousinen wie der Ford S-Max viel Platz, dieser hat aber auch ein paar sensible Stellen. (Foto: Thomas Starck/Ford/dpa-tmn)

Sportlichkeit und Pragmatismus, das verbindet der S-Max von Ford: Der Van kann was verpacken, bietet eine optionale dritte Sitzreihe, ist aber auch schnittig gezeichnet. Den Fitness-Anspruch lösen die bis zu 240 PS starken Motoren ein. Der „Auto Bild TÜV-Report 2026“ kreidet vor allem den häufigen Ölverlust an.

  • Modellhistorie: Rund drei Jahre alt - jünger bekommt man einen S-Max nicht mehr, denn das Modell wird seit 2023 nicht mehr gebaut. Ab 2015 war die letzte, zweite Generation des Vans im Programm. Die letzte Modellpflege stammt von 2018 und brachte alle Motoren auf Niveau der Abgasnorm Euro 6d-TEMP. Die erste Auslage des S-Max lief zwischen 2006 und 2014 vom Band, wurde 2010 geliftet, Verkaufsschluss dieser Ausgabe war 2015. 
  • Karosserie und Varianten: Der S-Max wird zwar als Van bezeichnet, ist aber schnittiger gezeichnet als man dies von dieser Gattung gewohnt ist. Regulär wurde er als Fünfsitzer gebaut, die zusätzlichen zwei Plätze im Heck, die ihn zum Siebensitzer machen, kosteten Aufpreis. Auch eine Hybridversion wurde angeboten. 
  • Abmessungen (laut ADAC): 4,80 m x 1,92 m x 1,66 m (Lx B x H); 165 l (bei aufgestellter dritter Sitzreihe), ansonsten 550 l bis 2.020 l. 
  • Stärken: Er lenkt sich agil, die Motoren sind durchzugsstark, allenfalls ist das Fahrwerk etwas hart - aber das zahlt ebenfalls auf die Sportlichkeit ein. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) präsentieren sich Achsaufhängungen, Federn und Dämpfer und mit Abstufung auch Antriebswellen, Lenkanlage und Lenkgelenke solide bis in Ordnung. Die Blinker funktionieren so vorbildlich wie die Bremsen und Bremsschläuche, so der Tüv-Report. 
  • Schwächen: Im Fond müssen Erwachsene wegen der abfallenden Dachlinie schon mal den Kopf einziehen. Größtes Manko aber ist der Ölverlust, der schon zum ersten Check evident ist. Dass der S-Max die Abgasuntersuchung (AU) besteht, ist längst nicht gesetzt.Als anfällig bezeichnet der Report die Bremsleitungen; oft verschlissen sind die Bremsscheiben. Auch die meisten Licht-Komponenten schneiden mit - am Durchschnitt gemessen - zu hohen Beanstandungsquoten ab. Sehr oft funktioniert die Kennzeichenbeleuchtung nicht ordnungsgemäß. 
  • Pannenverhalten: In der ADAC-Pannenstatistik kommt der S-Max der Erstzulassungsjahre 2015 bis 2018 nicht gut weg: „sehr unzuverlässig“, kommentiert der Club das Abschneiden lapidar. 2019er Modelle dagegen stehen als sehr zuverlässig da; jüngere Modelle kommen in der Statistik wegen geringer Zulassungszahlen nicht mehr vor.Zu den wichtigsten Pannenschwerpunkten zählen laut Club: Generatoren und Thermostate bei Autos von 2016 und 2017, Kühlwasserpumpen (2017) sowie die Motorkühlung allgemein (2018) und der Klassiker unter den Pannenursachen: die Starterbatterie bei Exemplaren von 2016 bis 2018. 
  • Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 118 kW/160 PS bis 177 kW/240 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 88 kW/120 PS bis 177 kW/240 PS; Otto-Hybrid („FHEV“, E-Motor + Vierzylinder, Frontantrieb): 140 kW/190 PS Systemleistung.

Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern - drei Preisbeispiele:

  • S-Max 2.0 TDCi Business AWD Start/Stopp (6/2017); 132 kW/180 PS (Vierzylinder); 168.000 Kilometer; 13.759 Euro.
  •  S-Max 1.5 EcoBoost ST-Line Start/Stopp (6/2018); 118 kW/160 PS (Vierzylinder); 129.000 Kilometer; 15.669 Euro.
  • S-Max 2.5 Duratec (FHEV) Hybrid Edition (6/2021); 140 kW/190 PS (E-Motor + Vierzylinder); 70.000 Kilometer; 22.360 Euro.

© dpa-infocom, dpa:260402-930-901627/1


Von dpa
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