Egal ob man wegen Scheidentrockenheit oder persönlichen Vorlieben beim Sex ein Gleitgel benutzt - es sollte jedenfalls nicht gesundheitsschädlich sein. Die Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 10/2026) hat dahingehend 24 wasserbasierte Produkte unter die Lupe genommen.
Die gute Nachricht: Der Großteil der Gele ist „gut“ oder sogar „sehr gut“. Die schlechte Nachricht: Drei der Gleitmittel fallen glatt durch. Grund ist die Dosis bestimmter Konservierungsstoffe. So sind einige der getesteten Gleitgele mit Phenoxyethanol haltbar gemacht. Tierversuche weisen auf eine leberschädigende Wirkung hin, bei höheren Werten hat Öko-Test deshalb deutlich heruntergestuft.
Ein Produkt konserviert mit dem Formaldehydabspalter Imidazolidinyl-Urea. Die Folge: Das Labor fand freies Formaldehyd, das wahrscheinlich krebserregend ist und schon in kleinen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann.
Außerdem in der Kritik: Rezepturbestandteile, die die Umwelt schädigen. Produkte mit Aromen wurden gar nicht erst untersucht.
Der Test zeigt: Teuer muss nicht immer das Beste sein. Die zwei „mangelhaften“ und das eine „ungenügende“ Gel lagen mit jeweils rund 10 Euro pro 100 Milliliter knapp über dem Preisdurchschnitt der getesteten Produkte.
Auch das teuerste Gel im Test erreichte gerade mal ein „Befriedigend“. Hier wurde wegen des Inhaltsstoffes Propylparaben abgewertet, der hormonähnliche Wirkung in der Umwelt haben kann.
Dagegen gibt es ein Viertel der Gleitgele für weniger als vier Euro pro 100 Milliliter. Darunter sind auch drei „sehr gute“ Produkte:
Wichtig zu wissen: Neben wasserbasierten Gleitgelen wie den getesteten gibt es auch Produkte auf Silikon- oder Ölbasis. Das sind laut „Öko-Test“ die jeweiligen Vor- und Nachteile:
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