Geslauer Rathaus wird weiter ehrenamtlich geführt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.07.2025 15:45

Geslauer Rathaus wird weiter ehrenamtlich geführt

Dem Geslauer Rathaus ist nicht gleich anzusehen, dass es sich dabei um ein Verwaltungsgebäude handelt. Fest steht, dass dort im Mai 2026 ein neuer Chef beziehungsweise eine Chefin das Kommando übernehmen wird, denn der amtierende Bürgermeister Richard Strauß macht nicht weiter. Geklärt wurde jetzt auch, dass die Position ehrenamtlich bleibt. (Foto: Jürgen Binder)
Dem Geslauer Rathaus ist nicht gleich anzusehen, dass es sich dabei um ein Verwaltungsgebäude handelt. Fest steht, dass dort im Mai 2026 ein neuer Chef beziehungsweise eine Chefin das Kommando übernehmen wird, denn der amtierende Bürgermeister Richard Strauß macht nicht weiter. Geklärt wurde jetzt auch, dass die Position ehrenamtlich bleibt. (Foto: Jürgen Binder)
Dem Geslauer Rathaus ist nicht gleich anzusehen, dass es sich dabei um ein Verwaltungsgebäude handelt. Fest steht, dass dort im Mai 2026 ein neuer Chef beziehungsweise eine Chefin das Kommando übernehmen wird, denn der amtierende Bürgermeister Richard Strauß macht nicht weiter. Geklärt wurde jetzt auch, dass die Position ehrenamtlich bleibt. (Foto: Jürgen Binder)

In Geslau (Landkreis Ansbach) wird es auch künftig kein hauptamtliches Gemeindeoberhaupt geben. Der Vorschlag des ehrenamtlich tätigen Bürgermeisters Richard Strauß, den Dienststatus dieser Position für die nächste sechsjährige Amtsperiode zu ändern, wurde vom Ratsgremium klar abgelehnt.

Strauß selbst wäre davon selber ohnehin nicht mehr betroffen gewesen, denn der 59-Jährige hatte schon vor geraumer Zeit bekannt gegeben, zur Wahl 2026 nicht mehr antreten zu wollen. Die Arbeit als Rathauschef der Gemeinde Geslau kennt er seit seiner ersten Wahl ins Amt im Jahr 2014.

Oft 40 und mehr Stunden pro Woche

Die Aufgaben würden immer komplexer, erklärte er in der Ratssitzung. In vielen Wochen kämen da 40 und mehr Dienststunden zusammen. In anderen Phasen sei es zwar auch mal weniger, aber unterm Strich reiche der ehrenamtliche Rahmen für das, was vom Geslauer Gemeindeoberhaupt erwartet werde und was an Verwaltungsdingen erledigt werden müsse, nicht aus, meinte er.

In jedem Fall sei es geboten, die Frage der Rechtsstellung des Gemeindeoberhaupts frühzeitig vor dem Wahltermin zu klären, damit Interessenten oder Interessentinnen für dieses Amt wüssten, woran sie seien. Ehrenamtlich tätige Gemeindeoberhäupter müssten in der Regel das Amt mit ihrem angestammten Beruf vereinbaren. Das könne sich schwierig gestalten. Hauptamtlichkeit sei da besser, weil der alte Job dann für diese Zeit ruhen könne.

Natürlich verursache eine hauptamtliche Leitung einer Gemeinde höhere Kosten. Aber auch Ehrenamtliche müssten angemessen entschädigt werden. Es sei eine Ermessensfrage, die der Gemeinderat für sich beantworten müsse, so Strauß, der sich klar für eine Umstellung auf den Hauptamtsstatus aussprach.

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Diskutiert wurde nicht darüber. Das Ratsgremium sah dafür keinen Bedarf. Alle Mitglieder hatten sich ihre Meinung offenbar schon vorher gebildet. Es kam zur Abstimmung, die sehr eindeutig ausfiel. Für den Vorschlag von Richard Strauß konnte sich lediglich Gemeinderat Johannes Hofmann erwärmen. Die übrige Runde stimmte geschlossen dagegen.

Bedauern aus der Runde der Zuhörenden

Am Ende jeder Sitzung können sich in Geslau traditionell Bürgerinnen und Bürger zu Wort melden. Eine Anwesende tat das und äußerte ihr Bedauern über die klare Ablehnung des Hauptamtlichkeits-Vorschlags. Weitere Zuhörer unterhielten sich anschließend auf der Straße über das Thema und zeigten sich verwundert darüber, dass das Ratsgremium ohne Diskussion zu einer derart eindeutigen Ablehnung gekommen war.

Einige erinnerten sich auch an den Umgang mit dem gleichen Thema im Jahr 2013. Damals hatte sich eine Mehrheit im Geslauer Gemeinderat für die Umstellung von Ehren- auf Hauptamtlichkeit ausgesprochen. Gegen diesen Beschluss regte sich aber Widerstand in der Bevölkerung. Es kam zu einem Bürgerentscheid, bei dem der Ratsbeschluss schließlich gekippt wurde. Ansonsten hätte die Gemeinde mit ihren knapp 1400 Einwohnerinnen und Einwohnern in der Vergangenheit ein hauptamtliches Oberhaupt gehabt.

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