Mehr als die Hälfte von 1.606 ausgewerteten Spielern und Verantwortlichen sind bei der Fußball-WM in diesem Sommer nach Angaben des Weltverbandes FIFA in sozialen Medien beleidigt worden. Insgesamt gab es nach einer Auswertung des Social Media Protection Service SMPS für den Schutz im Internet mehr als 240.000 Kommentare, die als beleidigend eingestuft und an die Plattformen gemeldet wurden.
Betroffen waren bei rund 60 Millionen Kommentaren insgesamt 812 Personen, wie aus den Zahlen hervorgeht. Die FIFA veröffentlichte die Zahlen anlässlich des Tags der seelischen Gesundheit an diesem Samstag. FIFA-Präsident Gianni Infantino sagte, der Dienst werde alle 211 Mitgliedsverbände unterstützen, „weil wir dieses schändliche Verhalten bekämpfen müssen, das Elend anrichtet und das emotionale Wohlbefinden beeinträchtigt“.
Rassismus war der Erhebung zufolge mit zwölf Prozent die häufigste Form der diskriminierenden Beleidigung. Knapp 800 Konten wurden den Strafverfolgungsbehörden übergeben. Über einen namentlich nicht genannten Profi, der während des WM-Turniers in Nordamerika am häufigsten von dem Hass im Netz betroffen war, gab es mehr als 10.000 Kommentare, von denen rund 40 Prozent rassistisch waren.
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