Für die Zukunft der Fußball-Regionalliga gibt es jetzt zwei Vorschläge | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.03.2026 10:33

Für die Zukunft der Fußball-Regionalliga gibt es jetzt zwei Vorschläge

Der Regionalliga Bayern, hier eine Szene vom Eröffnungsspiel bei der SpVgg Ansbach im Juli, wird sich verändern.  (Foto: Evi Lemberger)
Der Regionalliga Bayern, hier eine Szene vom Eröffnungsspiel bei der SpVgg Ansbach im Juli, wird sich verändern. (Foto: Evi Lemberger)
Der Regionalliga Bayern, hier eine Szene vom Eröffnungsspiel bei der SpVgg Ansbach im Juli, wird sich verändern. (Foto: Evi Lemberger)

Das Ziel ist klar: Die Fußball-Regionalliga soll viergleisig werden. Doch wie die aktuell fünf Staffeln in Deutschland neu aufgestellt werden sollen, darüber wurde sich auch die vom Deutschen Fußball-Bund eingesetzte AG Regionalliga-Reform nicht einig.

Die 13-köpfige Arbeitsgruppe legte zum Abschluss zwei Modelle vor. Nummer eins ist das Kompassmodell. Dabei werden die Regionalligavereine jede Saison neu eingeteilt, Landes- und Verbandsgrenzen werden aufgehoben. Entscheidend sind die Fahrtstrecken. Für die SpVgg Ansbach könnte das bedeuten, künftig auch gegen Teams aus dem benachbarten Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen oder Hessen zu spielen.

Nordost-Staffel vor der Trennung

Nummer zwei ist das Regionen-Modell. Dabei würden aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Staffeln gebildet werden. Die Regionalligen West und Südwest würden in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben.

Das Regionen-Modell allerdings dürfte besonders im Norden und Osten auf wenig Gegenliebe stoßen. Die Nordost-Staffel lockt mit den zahlreichen Traditionsvereinen, darunter Lok Leipzig, Hallescher FC, Rot-Weiß Erfurt, Carl Zeiss Jena, FSV Zwickau und Chemnitzer FC die meisten Zuschauer und gilt als wirtschaftlich erfolgreichste vierte Liga. Die Ost-Vereine würden künftig getrennt. Ein Teil würde im Norden spielen, der andere in Bayern.

Hasselmeier hat kein präferiertes Modell

„Das Thema wird in der Öffentlichkeit hochgekocht. Ich sehe das emotionslos und habe kein präferiertes Modell”, sagt Christoph Hasselmeier, der Sportliche Leiter der SpVgg Ansbach, „ich bin froh, wenn die Regionalliga an öffentlicher Wahrnehmung gewinnt und glaube auch, dass wir zu den besten 80 Regionalligisten in Deutschland gehören. Die Entscheidung treffen ja ohnehin andere, deshalb lassen wir das auf uns zukommen und konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können.”

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Die vier Meister steigen direkt auf

Beide Vorschläge führen in Sachen Aufstieg zum Ziel: Die Meister der künftig nur noch vier Regionalligen steigen direkt in die 3. Liga auf. Bisher ist es so: Die Meister aus der Regionalliga West und Südwest steigen direkt auf. Rotierend gibt es noch einen weiteren direkten Aufsteiger aus den Staffeln, Nord, Nordost und Bayern. Diese Saison geht der Nord-Meister direkt nach oben. Die restlichen beiden Meister, heuer Nordost und Bayern, bestreiten Aufstiegsspiele.

Der Vorsitzende der AG Regionalliga-Reform, Dr. Michael Vesper, sagt: „Die Diskussionen waren intensiv und nicht einfach, aber immer konstruktiv. Wir wollten konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände arbeiten und umgehen können. Ich freue mich, dass uns das gelungen ist. Jetzt geht es in die weitere Entscheidungsfindung unter Einbeziehung der betroffenen Vereine.”

Einen Beschluss treffen erst die Präsidenten

Als nächster Schritt soll ein Meinungsbild unter den Klubs eingeholt werden. Einen Beschluss treffen dann aber erst die Präsidenten der Regional- und Landesverbände.

Als die zweite Mannschaft des FC Bayern München am 3. Oktober dieses Jahres bei der SpVgg Ansbach gastierte, taten Bayern-Fans ihre Meinung zur Regionalliga Bayern kund.  (Foto: Martin Rügner)
Als die zweite Mannschaft des FC Bayern München am 3. Oktober dieses Jahres bei der SpVgg Ansbach gastierte, taten Bayern-Fans ihre Meinung zur Regionalliga Bayern kund.  (Foto: Martin Rügner)

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Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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