Freie Bürger in Obernzenn verzichten auf eine Kandidatur für die Kommunalwahl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.01.2026 09:06

Freie Bürger in Obernzenn verzichten auf eine Kandidatur für die Kommunalwahl

Wenn am 8. März die nächsten Kommunalwahlen in Bayern anstehen, werden Obernzenns Freie Bürger nicht mehr auf den Stimmzetteln stehen. (Symbolbild: dpa/Felix Hörhager)
Wenn am 8. März die nächsten Kommunalwahlen in Bayern anstehen, werden Obernzenns Freie Bürger nicht mehr auf den Stimmzetteln stehen. (Symbolbild: dpa/Felix Hörhager)
Wenn am 8. März die nächsten Kommunalwahlen in Bayern anstehen, werden Obernzenns Freie Bürger nicht mehr auf den Stimmzetteln stehen. (Symbolbild: dpa/Felix Hörhager)

Die Freien Bürger Obernzenns verzichten zur Kommunalwahl 2026 auf die Einreichung eines Wahlvorschlags. Wie Marktgemeinderätin Sylvia Crane mitteilte, habe sich außer ihr selbst niemand zur Kandidatur bereiterklärt.

Damit werde auch sie nicht antreten. Noch wenige Tage vor der anberaumten Nominierungsversammlung habe sie auf eine Handvoll weiterer Kandidatinnen und Kandidaten gezählt – diese hätten dann jedoch nach und nach aus persönlichen Gründen allesamt zurückgezogen.

Die Freien Bürger sehen sich nach eigenen Angaben als bürgerliche, kommunal verwurzelte Kraft im ländlichen Raum, heimatverbunden und mit einer bürgernahen, ideologiefreien Politik, die sich an die Freien Wähler anlehnt. In Obernzenn blicken sie auf erfolgreiche Jahrzehnte zurück. Seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg waren sie kontinuierlich im Gemeinderat vertreten.

Die Freien Bürger stellten einst sogar den Bürgermeister

Mit Karl Denzler stellten sie von 1966 bis 1984 drei Perioden lang sogar den Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl 2020 zogen der Feuerwehr-Kommandant Harald Ried und Michael Thaler in den Marktgemeinderat ein. Nach Thalers Rücktritt Mitte 2023 tat man sich schwer, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu finden. Die Personen von den rechnerischen Listenplätzen drei bis sieben lehnten allesamt ab. Erst Sylvia Crane mit der achthöchsten Stimmenzahl war schließlich bereit, das Ehrenamt anzutreten.

Die Gruppierung will sich neu sortieren

Die Freien Bürger planten nun, erst einmal zu pausieren und sich neu zu sortieren, so Crane. Sie bleibe aber optimistisch, man sehe gemeinsam nach vorne. „Wir haben einige vielversprechende junge und neue politische Talente in unseren Reihen, für die es aber jetzt einfach noch zu früh ist.“ In sechs Jahren hätten diese ihre Ausbildung oder ihr Studium abgeschlossen. Dann werde man sicherlich erneut eine Liste machen können. „Außerdem gehen wir davon aus, bereits für 2032 auch wieder einen eigenen Bürgermeisterkandidaten vorstellen zu können, den wir jetzt in der Auszeit aufbauen werden.“

Obwohl Crane diesmal auf eine Kandidatur verzichtet, bleibt sie dem öffentlichen Leben des Markts Obernzenn erhalten. Die 60-Jährige engagiert sich weiterhin als Seniorenbeauftragte der Gemeinde, im von ihr gegründeten Flüchtlingshelferkreis sowie in der ebenfalls von ihr ins Leben gerufenen Nachbarschaftshilfe.

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