Das Freibad Lichtenau hat den Marktgemeinderat erneut in seiner Sitzung beschäftigt. Es waren Fragen zur Reinigung durch eine Firma aufgekommen. Bürgermeister Markus Nehmer nahm nun umfassend zu dem Fragenkatalog Stellung.
Die im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 10.800 Euro höheren Bewirtschaftungskosten seien ausschließlich auf den Wechsel der Reinigungsfirma zurückzuführen, sagte der Bürgermeister. Weil es in den Vorjahren zu Beschwerden über die Sauberkeit im Freibad gekommen war, wurde eine neue Firma beauftragt.
Um die gewünschte Sauberkeit zu gewährleisten, wurde die neue Firma auch auf Zuruf im Laufe des Tages tätig, vorher wurde nur einmal am Tag gereinigt. Die Firma habe auch die Entleerung der Abfallbehälter übernommen, was die frühere Firma nicht getan habe.
Nach der Hälfte der Saison 2025 habe das Leeren der Abfalleimer der Förderverein des Freibades übernommen. Die Übernahme der Leerung durch ehrenamtliche Kräfte in der gesamten Saison 2026 könnte weitere Einsparungen mit sich bringen. Die erhöhten Kosten seien auch auf die um eine Woche längere Badesaison zurückzuführen.
Die Sachverständigenkosten stiegen von 1900 Euro im Jahr 2024 auf rund 16.000 Euro 2025. Die Gemeindeverwaltung schlüsselte auf, dass 7500 Euro für die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung, 4500 Euro für die Verfahrens- und Handlungsanweisung sowie für den Alarmplan für den Chlorgasraum, 2800 Euro für die Zustandsfeststellung der Chlorgasanlage und ein Beschilderungskonzept anfielen. Dazu kamen noch 1500 Euro für die Bestandsaufnahme mit Fotodokumentation der Chlorgasanlage, für den Zustandsbericht im Marktgemeinderat und Beratungsleistungen hinsichtlich einer Kostensenkung durch ein anderes Betreibermodell.
Im Onlineshop sei derzeit die Bezahlung von Eintrittskarten nur mit dem System PayPal und mit Kreditkarte möglich. Mit EC-Karten sei dies nicht möglich, wurde von Besuchern des Freibades bemängelt. Wenn keine Kreditkarte zur Verfügung stehe, könne auch einmalig mit PayPal bezahlt werden. Neuere EC-Karten bieten ebenfalls die Möglichkeit zur Kartenzahlung im Internet, erläuterte Nehmer.