Riesenüberraschung über 5000 Meter bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften: Florian Bremm aus Colmberg holt in Kassel den Titel.
Mit großem Kampfgeist düpierte Bremm alle Favoriten und entschied das Rennen im Endspurt nach 13:35,65 Minuten für sich. Was für eine Leistung des 22-Jährigen, der lange für den TV Leutershausen startete und aktuell das Trikot des LSC Höchstadt trägt. „Ich habe mein Herz in die Hand genommen und einfach Gas gegeben“, so der sichtlich bewegte Bremm im Siegerinterview.
Amelie-Sophie Lederer aus Ornbau konnte ihren Titel über 4x100-Meter mit der Staffel der LG Stadtwerke München dagegen nicht verteidigen. Gemeinsam mit Denise Uphoff, Hannah Fleischmann und Marina Scherzl gewann sie diesmal Bronze. Die Münchner Staffel, die 2022 in Berlin den Meistertitel gewonnen hatte, war auch in diesem Jahr mit der deutschen Jahresbestzeit angereist.
Im dritten und abschließenden Zeitlauf lieferte sich die Münchner Schlussläuferin Hannah Fleischmann als Führende ein enges Duell mit Jessica-Bianca Wessolly vom VfL Sindelfingen. Die Sindelfingerin konnte in der Endzeit von 44,37 sec die Münchnerin (44,44) noch knapp abfangen.
Als die Zeit auf der Anzeigetafel aufleuchtete, brach der größte Jubel aber im Innenraum aus. Im ersten Zeitlauf hatte das Quartett des SCC Berlin um Einzelsiegerin Gina Lückenkemper 43,91 Sekunden vorgelegt und holte damit in der Gesamtwertung beider Läufe Gold. Der VfL Sindelfingen sicherte sich Silber vor den Titelverteidigerinnen der LG Stadtwerke München.