Trotz der zweitbesten Leistung seiner Karriere herrschte bei Florian Bremm nach dem 5000-Meter-Rennen im finnischen Lathi nicht gerade eitel Sonnenschein.
Mit 13:15,49 Minuten, gerade einmal vier Sekunden über seiner Bestmarke, verfehlte der Colmberger bei den Paavo-Nurmi-Games die Bestätigungsnorm für die Weltmeisterschaft lediglich um 0,49 Sekunden.
„Das ist sehr bitter, ich ärgere mich wirklich sehr drüber“, so Bremm. Positiv ist, dass der Bereich um 13:15 Minuten nun sein Leistungsniveau darstellt. Im Feld der 17 Läufer auf den zwölfeinhalb Runden im Paavo-Nurmi-Stadion musste er einiges dafür tun.
Nach dem Start bildete sich eine lange Läuferschlange mit Bremm mittendrin. Nach 7:54 Minuten passierte er die 3000-Meter-Marke und die Gruppe zerfiel. Bremm versuchte, eine größere Lücke zu schließen.
An der Spitze wurde es eingangs der vorletzten Runde deutlich schneller und Bremm musste die letzten 800 Meter alleine laufen. „Das war, auch wegen des Windes, echt hart. Aber ich habe mich nicht gehen lassen und versucht, um die 13:15 zu kämpfen“, berichtet Bremm. Vergebens, eine gute halbe Sekunden fehlte nur – für einen Langstreckler nur ein Wimpernschlag. „Ich hatte mir mehr erwartet und bin schon etwas enttäuscht.“
Der sechste Platz brachte immerhin wertvolle Punkte für die Weltrangliste. Sein deutscher Dauerrivale Maximilian Thorwirth finishte, noch etwas geschwächt von leichten Infekten, nach 13:22,34 Minuten. Der Tagessieg ging nach 13.03,07 Minuten an den Belgier John Heymans.