FC Bayern gewinnt in Bechhofen Landesmeisterschaft im Schach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.03.2023 14:52

FC Bayern gewinnt in Bechhofen Landesmeisterschaft im Schach

Der Bechhöfer Daniel Weber (vorne links) gegen den Großmeister vom FC Bayern München, Michael Bezold (rechts). Dahinter (von links) Johann Holzer, Andreas Sandner und Leo Geßler vom Gastgeber. (Foto: Klaus Böse)
Der Bechhöfer Daniel Weber (vorne links) gegen den Großmeister vom FC Bayern München, Michael Bezold (rechts). Dahinter (von links) Johann Holzer, Andreas Sandner und Leo Geßler vom Gastgeber. (Foto: Klaus Böse)
Der Bechhöfer Daniel Weber (vorne links) gegen den Großmeister vom FC Bayern München, Michael Bezold (rechts). Dahinter (von links) Johann Holzer, Andreas Sandner und Leo Geßler vom Gastgeber. (Foto: Klaus Böse)

Beim SC Bechhofen fanden die Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften im Schach statt. Es siegte der FC Bayern München, der SC Ansbach landete auf Rang neun.

Viele kurzfristige Zu- und Absagen besonders aus dem süddeutschen Raum standen im Vorfeld der Vorbereitung zur Meisterschaft, die der Schachclub 1923 Bechhofen anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums zum ersten Mal ausrichten durfte. 19 Mannschaften reisten nach Bechhofen, wo sich in der Schulturnhalle der Marktgemeinde ein gut vorbereiteter Ausrichter den Herausforderungen stellte.

Zwei Topfavoriten treffen in der ersten Runde aufeinander

Gleich in der ersten Runde kam es zum Aufeinandertreffen zweier Topfavoriten. Die SF Augsburg mit dem bayerischen Meister Zarko Vuckovic am Spitzenbrett bezwangen den Ersten der Setzliste, FC Bayern München, mit Großmeister (GM) Michael Bezold als Nummer 1 im Team.

Nach den ersten sechs Runden wurde die Tabelle vom Bundesligisten SV Deggendorf mit dem indischen GM Sunilduth Lyna Narayanan am Spitzenbrett mit 11:1 Punkten angeführt. München hatte sich mit 11:3 Punkten an den Augsburgern, die nach dem Auftakterfolg zwei Niederlagen hinnehmen mussten, vorbeigespielt.

Ausrichter Bechhofen startet verheißungsvoll

Für Ausrichter Bechhofen wurde es mit einem jungen Team, das das Blitzschach nicht in den Vordergrund stellt, das erwartet schwere Turnier. Mit zwei Siegen und einem Remis konnten sie mit dem Start im starken Feld zufrieden sein. Besonders Daniel Weber am Spitzenbrett zeigte starkes Schach und hatte einige der Favoriten am Rande der Niederlage, bevor er seiner fehlenden Erfahrung im Blitzschach Tribut zollen musste. Einen beeindruckenden Start legte Leo Geßler (4 aus 7, Gegnerschnitt 700 Punkte) hin.

Mit dem SC Ansbach, der kurzfristig über einen Freiplatz ins Feld gekommen war, startete auch der zweite Vertreter des Schachkreises West mit dem 8. Platz gut. Als direkte Tabellennachbarn auf den Plätzen 13 und 14 kam es in Runde 14 zum direkten Duell, das Ansbach mit 2,5 zu 1,5 für sich entschied. Etwas Pech hatte dabei Weber, der seinen Gegner bereits überspielt hatte, bevor er eine Fesselung übersah. Im weiteren Turnierverlauf spielte sich Ansbach noch auf Platz 9 vor.

Drei Runden vor Schluss führte der FC Bayern vor dem FC Augsburg und Deggendorf. Diese Mannschaften machten die Meisterschaft unter sich aus. Dahinter hatten sich der SC Gröbenzell und der SC Bavaria Regensburg um einen Podestplatz in Stellung gebracht.

In der letzten Runde wurde es noch einmal spannend. Der FC Bayern München gewann das Duell gegen Deggendorf mit 3:1 und lag damit vor Augsburg und Regensburg. Die Einzelwertung am Spitzenbrett gewann überlegen Narayanan mit 16,5 Punkten vor Zarko Vuckovic (14,5). Bester Spieler vom SC Bechhofen war Leo Geßler (7/15) mit einer Blitz-ELO Einstiegszahl von ungefähr 1950 Punkten. Das reibungslose und protestfreie Turnier wurde von FIDE-Schiedsrichter Thomas Strobl souverän geleitet.


Von Klaus Böse
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