Porsche elektrifiziert seinen Bestseller und bringt noch vor der Sommerpause auch den Cayenne an die Ladesäule. Anders als beim kleinen Bruder Macan setzen die Schwaben diesmal aber nicht alles auf eine Karte, sondern lassen Verbrenner und Plug-in-Hybride noch mindestens bis zum Ende des Jahrzehnts im Programm, teilte der Hersteller mit.
Das hat auch Einfluss auf die Preise, die sich deshalb kaum unterscheiden: Die komplett neu entwickelte und spürbar größere E-Version startet bei 105.200 Euro und ist damit lediglich 4.000 Euro teurer als der Basis-Benziner, so Porsche.
Angeboten wird der elektrische Cayenne demnach vom Start weg in drei immer mit zwei Motoren und Allradantrieb ausgestatteten Varianten. Das Basismodell hat zwei Motoren von zusammen 325 kW/442 PS und erreicht 230 km/h, der Cayenne S steht mit 490 kW/666 PS, 250 km/h und 126.400 Euro in der Liste.
Die Spitze markiert der Turbo, der mit 165.500 Euro rund 20.000 Euro günstiger ist als das Top-Modell aus dem konventionellen Lager. Und das, obwohl er bis zu 850 kW/1.156 PS leistet. Das reicht trotz der knapp drei Tonnen für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden und ein Spitzentempo von 260 km/h.
Der Akku hat in allen Versionen eine Kapazität von 113 kWh, mit denen laut Porsche bis zu 642 Normkilometer möglich sind. Danach lädt der Cayenne nicht nur mit bis zu 400 kW an der DC-Säule und mit bestenfalls 22 kW am Wechselstrom (AC), sondern kann als erster gegen Aufpreis und mit einer speziellen Platte im Boden auch induktiv Laden.
Zwar will Porsche bei der E-Version nicht ganz so viele Modellvarianten anbieten wie bisher. Aber eine Neuheit haben die Schwaben noch in petto: Später im Jahr soll es auch den elektrischen Cayenne als SUV-Coupé geben.
© dpa-infocom, dpa:260327-930-875603/1