Duell mit Klose gegen die SpVgg Ansbach: 3500 Zuschauer sehen den Club | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.07.2024 20:31

Duell mit Klose gegen die SpVgg Ansbach: 3500 Zuschauer sehen den Club

Ein Weltmeister bei der SpVgg Ansbach: FCN-Trainer Miroslav Klose mit Christoph Hasselmeier (links) und Niklas Reutelhuber. (Foto: Martin Rügner)
Ein Weltmeister bei der SpVgg Ansbach: FCN-Trainer Miroslav Klose mit Christoph Hasselmeier (links) und Niklas Reutelhuber. (Foto: Martin Rügner)
Ein Weltmeister bei der SpVgg Ansbach: FCN-Trainer Miroslav Klose mit Christoph Hasselmeier (links) und Niklas Reutelhuber. (Foto: Martin Rügner)

Ein Wolkenbruch knapp zwei Stunden vor Spielbeginn ließ viele Fans ein wenig länger als geplant im trockenen Wohnzimmer verharren, entsprechend geballt kamen die gut 3500 Fans dann am Xaver-Bertsch-Sportpark an und der Anstoß (geplant war 18.30 Uhr) wurde um zehn Minuten nach hinten verschoben. Doch der Stimmung tat das keinen Abbruch, zumal sich pünktlich die Sonne zeigte.

Der 1. FC Nürnberg kam mit dem Rückenwind eines 13:0-Sieges bei Bezirksligist 1. FC Hersbruck vom Mittwochabend nach Ansbach gefahren. Die Ankunft verhindern können hätte vielleicht nur der Busfahrer. Den Bus steuerte diesmal der Papa von SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber.

Weltmeister Miroslav Klose ist der heimliche Star

Doch der hatte auch Lust auf Fußball und die Anfahrt klappte trotz hohen Zuschaueraufkommens gut. So konnte der neue Club-Trainer, Weltmeister und heimliche Star des Fußballabends, Miroslav Klose, seine Spieler wieder etwas besser kennenlernen. Das stand für ihn, so sagte er im Vorfeld, im Mittelpunkt des Gastspiels.

Die nullneuner machen Klose nachdenklich: Die Bilder zum Spiel

Reutelhuber - also der Trainer - tat es Klose im vierten Testspiel der SpVgg im Laufe der Regionalliga-Vorbereitung (Start ist am 19. Juli) gleich. Mit Nico Hayer und Matthias Hahn standen zwei Neuzugänge in der Startelf.

Nach dem Anpfiff einer weiteren Lokalmatadorin - Schiedsrichterin Annette Hanf pfeift für den SV Meinhardwinden, machte in Ansbach ihr Abitur und unterrichtet nun in Nürnberg - ging es gleich munter los. Ansbach startete frech und Niklas Seefried prüfte FCN-Keeper Jan Reichert schon in der ersten Spielminute.

Zwei Tore des FCN gegen Ansbach in 90 Sekunden

Dann wurde es zunächst etwas weniger stürmisch. Der Zweitligist suchte seine Ordnung und wollte zeigen, dass zu den Ansbachern zwei Ligen Abstand bestehen. Die Gastgeber taten ihnen aber nur bedingt den Gefallen, in die Statistenrolle zu schlüpfen. Auch die SpVgg hatte kleinere Ballbesitzphasen. Ansätze von Torgefahr gab es auf beiden Seiten.

Für die Dauer von knapp 90 Sekunden sorgten die Teams in der ersten Hälfte für Jubel auf den Rängen. Erst erzielte Florian Pick das 1:0 für die Gäste (26.). Nur kurz drauf verlängerte Ansbachs Schlitzohr Patrick Kroiß ein langes Zuspiel von Eric Weeger mit - sagen wir mal - der Schulter zum 1:1 ins Tor.

Kurz darauf ging der zweite Nürnberger Anzug zum Warmmachen für die zweite Hälfte. Auch wenn ihre in Rot-schwarz gekleideten Kollegen nun feldüberlegen waren - weitere Tore verpassten diese Spieler nicht.

Benjamin Goller erzielte zwei Tore für Nürnberg

Die schossen sie dafür selbst. Benjamin Goller erzielte knapp zehn Minuten nach Wiederanpfiff das 2:1 für Nürnberg. Der letztjährige Regionalliga-Toptorjäger Julian Kania hätte in der 67. Minute das 3:1 erzielen müssen, doch Heiko Schiefer, der in Hälfte zwei bei der SpVgg im Tor stand, hielt stark.

Zwei Minuten später war es aber soweit: Dustin Forkel staubte nach einer Freistoßflanke ab - 3:1. Und abermals Goller erzielte in der 70. Minute das 4:1. Als Team hatten die Ansbacher, die weniger durchwechselten, der frischen zweiten Elf des Clubs nun einfach weniger entgegenzusetzen.

Ein Fallrückzieher als Schlusspunkt

Damit war der Sieger des sportlichen Vergleichs gefunden. Tore fielen in der Schlussphase keine mehr. Doch ein Highlight gab es noch. SpVgg-Neuzugang Rhani Abdennour setzte in der 88. Minute zu einem Fallrückzieher an und schoss den Ball nur knapp übers Nürnberger Tor.

Zu dem Zeitpunkt hatten sich längst zahlreiche junge FCN-Fans vor der Haupttribüne in Stellung gebracht, um sich nach dem Schlusspfiff ein paar Autogramme zu ergattern. Damit ging - für die einen früher, für andere auch später - ein netter Fußballabend zu Ende.

Die Daten zum Spiel

SpVgg Ansbach: Heid (46. Schiefer) - Belzner (46. Döring), Hahn (46. Oberseider), Weeger, Manz - Seefried, Kestel (64. Abdennour), Sauerstein (83. Schwarzer), Hayer (64. Angermeier) - Schmidt (46. Ücüncü), Kroiß (90. Riese).
1. FC Nürnberg - 1. HZ: Reichert - Hofmann, Marquez, Loune, Soares - Sevcik, Castrop, Jander - Schleimer, Tzimas, Pick. / 2. HZ: Mathenia - Joachims, Jeltsch, Valentini, Iyobosa Edokpolor - Lubach, Flick, Okunuki - Goller, Kania, Forkel.

  • Tore: 0:1 Florian Pick (26.), 1:1 Patrick Kroiß (27.), 1:2 Benjamin Goller (54.), 1:3 Dustin Forkel (69.), 1:4 Goller (70.)
  • Gelb: Döring (80.)
  • Schiedsrichterin: Annette Hanf (SV Meinhardswinden)
  • Zuschauer: 3500 (ausverkauft)
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