Das Zeughaus ist auch das Museum des Heimatfests. In der ehemaligen Kornscheune lagern Kostüme, Waffen, Kutschen und Kanonen.
Künftig wird es donnerstags bis sonntags regelmäßige Besuchstermine geben. Möglich wird das, weil das Team der bisherigen Ehrenamtlichen personell verstärkt wurde.
„Unser Aufruf, mit dem wir Kräfte auf 520-Euro-Basis gesucht haben, war erfolgreich“, berichtet Kinderzech-Vorstand Maximilian Mattausch bei der Vorstellung des neuen Öffnungskonzepts. Fünf Neue seien so zum Team gestoßen. Das war von ursprünglich fünf Ehrenamtlichen auf drei geschrumpft. Einige, so Mattausch, würden ihren Dienst im Zeughaus auch weiterhin ehrenamtlich ausüben, andere verdienten sich damit etwas hinzu.
Deshalb kann das Magazin des Dinkelsbühler Heimatfests – in der ehemaligen Kornscheune lagern Kostüme, Waffen, aber auch Kutschen und Kanonen – ab sofort regelmäßig besichtigt werden. Denn das Zeughaus ist auch ein Museum der Kinderzeche.
Mattausch freut sich, dass es nun erstmals möglich ist, regelmäßig die Pforten des Zeughauses aufzuschließen. Das sei bislang nicht zu organisieren gewesen. Durch die neue Regelmäßigkeit sollen auch die Besucherzahlen steigen.
Wie viele bislang jedes Jahr die Besitztümer der Kinderzeche bestaunt und Historisches über das Heimatfest der Dinkelsbühler erfahren haben, könne nicht genau taxiert werden, meint Mattausch. Schätzungsweise seien es im Schnitt 2500 Menschen jährlich gewesen. Die Pandemie habe sich natürlich auch auf die Kinderzeche und ihr Zeughaus negativ ausgewirkt.
Mit den Eintrittsgeldern und Einnahmen aus Führungen finanziert der Verein Brauchtumspflege Dinkelsbühl, der Träger der Einrichtung ist, den Betrieb des Zeughauses. Geld kommt auch über Vermietungen der Räume, beispielsweise für Hochzeiten, in die Kasse. Das funktioniere, so Mattausch.
Mit den erweiterten Öffnungszeiten hoffen die Verantwortlichen jetzt auch auf einen kleinen Überschuss, der dann an die Kinderzeche zurückfließen könne. „Ob das gelingt, wird man sehen, denn wir haben künftig natürlich auch Personalkosten“, erklärt der Vorstand
Auch für Philip Schürlein, Leiter des Dinkelsbühler Amtes für Tourismus und Kultur, ist das Zeughaus ein wichtiger Pfeiler in der Vermarktung der Stadt. Weil die Übernachtungsdauer der Gäste mittlerweile steige, würden Museen wichtiger: „Ab dem zweiten Tag fragen die Besucherinnen und Besucher verstärkt Museen nach“, berichtet er aus seiner Erfahrung.
Deshalb gibt es jetzt auch ein Kombi-Ticket, das es den Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, zu einem vergünstigten Gesamtpreis sowohl das Zeughaus als auch das Haus der Geschichte zu besuchen.
Das Zeughaus der Kinderzeche in der Bauhofstraße 43 ist ab sofort donnerstags und freitags von 11 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Schüler, Studierende und Auszubildende mit einem entsprechenden Ausweis zahlen die Hälfe, gleiches gilt für Menschen mit einer Behinderung ab Grad 50.