Der Saal des Gasthauses sei kurz vor Weihnachten bei der Nominierungsversammlung des SPD-Ortsvereins für die Kommunalwahl gut gefüllt gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung über die Veranstaltung. In „engagierter und konstruktiver Atmosphäre” sei die Gemeinderatsliste vorgestellt und schließlich einstimmig gewählt worden.
Die Liste zeichne sich besonders durch ihre große Vielfalt aus. Sie vereint demnach Menschen unterschiedlicher Generationen, beruflicher Hintergründe und Lebensrealitäten. Von Schülerinnen und Studierenden über Berufstätige aus Pflege, Bildung, Handwerk, Industrie, Technik und Verwaltung bis hin zu erfahrenen Ruheständlern bringt die Liste ein breites Spektrum an Perspektiven für die kommunalpolitische Arbeit mit.
Ein besonderes Merkmal sei der hohe Anteil an Kandidatinnen und Kandidaten ohne Parteibuch. Die Hälfte der Nominierten ist parteilos und engagiere sich aus persönlicher Überzeugung für die Entwicklung ihrer Gemeinde. Dies unterstreiche den offenen Charakter der Liste und den Anspruch, kommunale Politik über Parteigrenzen hinweg, sachlich und bürgernah zu gestalten.
Auch in Bezug auf die Geschlechterverteilung setze die Liste ein klares Zeichen, heißt es in der Pressemitteilung weiter: Mit einem Männeranteil von 50 Prozent sei eine ausgewogene Beteiligung von Frauen und Männern gewährleistet. Gleichzeitig profitiere die Gemeinde durch das Einbeziehen der unterschiedlichsten Lebenswirklichkeiten aus dem weiten Altersspektrum der Liste.
Die 20-jährige Magdalena Mitländer, die als Bürgermeisterkandidatin die Liste anführt, betonte „Wilhermsdorf braucht eine Politik, die alle mitnimmt. Die Mischung aus tatkräftigen, jungen Kandidierenden, erfahrenen Persönlichkeiten und vielen parteilosen Engagierten ist ein großer Gewinn für Wilhermsdorf. Unsere vielfältige Liste ist genau das: ein Team voller Ideen, Energie und Erfahrung, bereit, die Zukunft unserer Gemeinde mit Herz zu gestalten.“
Während der Versammlung wurde laut Mitteilung mehrfach betont, dass gerade diese Vielfalt die Grundlage für gute, ausgewogene und zukunftsfähige Entscheidungen sei. Die einstimmige Nominierung wurde daher als deutliches Zeichen des Vertrauens und des Zusammenhalts innerhalb des Ortsvereins gewertet. Zuvor hatte der Austritt der langjährigen Gemeinderätin Wernhilde Mann aus ihrer Partei und Gemeinderatsfraktion Gerüchte befeuert, dass der Generationenwechsel innerhalb der Orts-SPD nicht ohne Zerwürfnisse vor sich gegangen ist. Offiziell gab es dazu aber keine Angaben.
Die beiden weiteren Vertreter der SPD im aktuellen Gemeinderat, Herbert Kropstadt und Helmut Tichy kandidieren dagegen auf den Plätzen 4 und 6 erneut.
Das in Klammern angegebene Alter bezieht sich auf den Wahltag.