Design und Defekte: Der Kia Sportage beim Tüv | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.07.2026 03:35

Design und Defekte: Der Kia Sportage beim Tüv

Eleganter Gleiter - aber wie zuverlässig im Alter? Das sollte man beim Kauf eines gebrauchten Kia Sportage wissen. (Foto: Kia/dpa-tmn)
Eleganter Gleiter - aber wie zuverlässig im Alter? Das sollte man beim Kauf eines gebrauchten Kia Sportage wissen. (Foto: Kia/dpa-tmn)
Eleganter Gleiter - aber wie zuverlässig im Alter? Das sollte man beim Kauf eines gebrauchten Kia Sportage wissen. (Foto: Kia/dpa-tmn)

Sicher hat der einst bei VW und Audi so erfolgreiche Autodesigner Peter Schreyer großen Anteil daran, dass der Sportage zum Verkaufsschlager bei Kia avancierte. Stilvoller und dynamischer gezeichnet als zuvor, stiegen die Verkaufszahlen der von Schreyer verantworteten Drittauflage deutlich. Der Erfolg hielt an.

Doch eine hübsche Hülle macht noch kein zuverlässiges Auto - denn bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) macht das beliebte Korea-SUV eine weniger gute Figur. „So glänzend der Sportage im Laden und bei den Käufern anfangs auftritt, so wenig überzeugt seine Langzeitqualität“, schreibt zumindest der „Auto Bild TÜV-Report 2026“.

  • Modellhistorie: Seit 2021 ist die fünfte Auflage bei den Händlern, die nicht mehr von Schreyer gezeichnet wurde. Zuletzt wurde das Modell 2025 geliftet: Überarbeitung der Motorenpalette, überarbeitetes Cockpit und markante Designänderungen an Front und Heck.Die Generationen drei und vier kamen in den Jahren 2010 und 2016 heraus. Wichtige Facelifts führte der südkoreanische Hersteller 2014 (unter anderem neues Interieur und LED-Licht) und 2018 (erweiterte Assistenzsysteme, neue Frontschürze und Designänderungen im Innenraum) durch. Die hier nicht weiter betrachtete ersten beiden Generationen starteten 1994 und 2004. 
  • Karosserie und Varianten: Der Kia Sportage fährt immer als fünftüriges SUV der Kompaktklasse fährt der vor. Die Diesel bestückte Kia ab dem Facelift 2018 nach und nach mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System. Die aktuelle Auflage ist neben den konventionellen Dieseln und Benzinern auch als Vollhybrid zu haben. 2022 kam ein Plug-in-Hybrid hinzu. 
  • Abmessungen (laut ADAC; je nach Generation): 4,48 m bis 4,54 m x 1,86 m bis 1,87 m x 1,64 m bis 1,65 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 503 bis 1.751 l. 
  • Stärken: Die Verarbeitung gilt als solide, das Fahrverhalten komfortabel bis straff. Bei der HU punkten laut Report jahrgangsübergreifend Bremsschläuche und -leitungen, die Abgasanlagen bleiben unauffällig. Die Fahrwerkskomponenten des aktuellen Sportage V überzeugen durch Beanstandungsquoten unter dem Durchschnitt. 
  • Schwächen: Je nach Jahrgang bleibt ansonsten aber keine Baugruppe von Kritik verschont. Defekte Lenkgelenke sind ein Problem der vierten Generation, beim Vorgänger sind es vor allem die Achsaufhängungen, die mit sehr hohen Mängelquoten abgestraft werden. Auch Rost am Fahrwerk trifft den Älteren mitunter. Wiederum gemeinsame Problemfelder der Generationen III und IV sind vordere Beleuchtung und Blinkanlage sowie die Feststellbremse und marode Bremsscheiben.Teils steigen die Beanstandungsquoten ab der dritten HU im Fahrzeugalter von sieben Jahren deutlich an. Bereits bei den Checks im Fahrzeugalter von drei und fünf Jahren (erste und zweite HU) ist Ölverlust am Antrieb auffällig, er trifft also auch die neueste Auflage. Was alle drei betrachteten Auflagen negativ vereint: die erhöhte Durchfallquote bei der Abgasuntersuchung (AU). 
  • Pannenverhalten: In der ADAC-Pannenstatistik markieren nur Exemplare mit Erstzulassungsjahr 2011 einen negativen Ausreißer. Sie stuft der Autoclub als „unzuverlässig“ ein. Alle übrigen in der Datensammlung berücksichtigten Sportage schneiden demnach „mittelmäßig bis zuverlässig“ ab. Als Pannenschwerpunkt nennt der ADAC Anlasser und Generatoren bei Modellen von 2011. Die Starterbatterie macht auffallend oft bei Autos von 2010 bis 2017 sowie 2022 und 2023 Panneneinsätze notwendig. 
  • Motoren: Benziner (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 97 kW/132 PS und 132 kW/180 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 85 kW/115 PS bis 136 kW/185 PS; Otto-Hybrid (Vierzylinder + E-Motor, Front- und Allradantrieb): 158 kW/215 PS bis 212 kW/288 PS (je Systemleistung). 

Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern - drei Preisbeispiele:

  • Sportage 1.6 GDI Spirit 2WD (6/2018); 97 kW/132 PS (Vierzylinder); 110.000 Kilometer; 13.729 Euro.
  • Sportage 2.0 CRDi Attract 4WD (6/2014); 100 kW/136 PS (Vierzylinder); 180.000 Kilometer; 7.664 Euro.
  • Sportage 1.6 T-GDI Hybrid Core (6/2025); 176 kW/239 PS (Vierzylinder/Plug-in-Hybrid); 28.853 Kilometer; 24.266 Euro.

© dpa-infocom, dpa:260724-930-429749/1


Von dpa
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