Das hatte so wohl keiner erwartet: Vor Saisonbeginn sahen die Vereine der Kreisklasse 2 im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe SG Sachsen/Windsbach als Mitfavoriten. Nun kämpft diese als Vorletzter gegen den Abstieg. Ganze fünf Vereine nannten die SG als Meistertipp. Doch gerade mal drei Siege und 14 Punkte reichen nur für den Abstiegsplatz 13.
Hinter der SG steht nur der TSV Merkendorf abgeschlagen mit fünf Punkten. Den einzigen Sieg gab es am zehnten Spieltag mit einem 3:2-Erfolg gegen den SC Wernsbach-Weihenzell. So wird das ausgegebene Saisonziel Klassenerhalt schwer zu erreichen sein.
Den richtigen Riecher hatten die Vereine hingegen bei dem SV Losaurach: Achtmal wurde er als Topfavorit genannt und er thront mit 36 Punkten und zwölf Siegen zu Beginn der Winterpause auch an der Spitze der Tabelle. Durch die 2:0-Auswärtsniederlage am letzten Spieltag vor der Winterpause gegen den TSV Flachslanden stehen die Losauracher allerdings nur einen Punkt vor der SG Petersaurach/Großhaslach auf dem Relegationsaufstiegsplatz. Die SG hatte so gar keiner auf dem Zettel stehen und ihr Saisonziel „besser abschneiden als letzte Saison”, sie wurden 2024/25 Neunter, hat sie mit zehn Siegen und fünf Unentschieden klar übertroffen.
Das Spitzentrio komplettiert mit der RSV Sugenheim ein Aufsteiger. Vor Saisonstart riefen die Sugenheimer den Klassenerhalt als Ziel aus – mit elf Siegen, einem Unentschieden und 34 Punkten liegen sie mehr als im Soll. Die Kreisklasse halten wollten auch die anderen beiden Aufsteiger vom FC Heilsbronn und TSV Neustadt: Mit Rang 8 und 24 beziehungsweise Rang 9 und 22 Punkten haben beide ein komfortables Polster auf die Relegationsabstiegsplätze. Auf diesen liegen mit 15 Punkten der SV Hagenbüchach und mit 14 Zählern punktgleich mit der SG Sachsen/Windsbach der SC Wernsbach-Weihenzell.
Ein weiterer möglicher Favorit war der TSC Neuendettelsau II, der sechsmal als Meistertipp vor der Saison genannt wurde. Mit acht Siegen, vier Unentschieden und 28 Punkte belegt er Platz 5. Eigenes Saisonziel war die Weiterentwicklung der jungen Mannschaft, darum sollte die Tabelle Trainer Fabian Böckl nicht sonderlich beunruhigen.
Mit einem Blick auf die Torschützenliste wird klar, dass der Erfolg des RSV Sugenheim nicht zuletzt Stürmer Paul Kolerus zu verdanken ist. 21 Treffer sind absoluter Spitzenwert, dabei hat Kolerus nur zwölf Spiele gemacht. Mit zwölf Treffern folgt dann Marco Volkert vom SV Losaurach, vor Jan Dietrich von der SpVgg Wolframs-Eschenbach und Julian Schuderer vom TSV Flachslanden mit je elf Toren.