Mit dem 1:1 (0:1)-Unentschieden beim TSV 1860 Weißenburg hat der SVG Steinachgrund seine Position über der Abstiegszone in der Landesliga Nordost denkbar knapp verteidigt.
„Denkbar knapp“ deshalb, weil die Weißenburger bis zu 82. Minute mit 1:0 führten und mit diesem Ergebnis am direkten Konkurrenten aus Gutenstetten vorbeigezogen wären. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten bestimmte der Gastgeber früh das Spielgeschehen, konnte eine erste Möglichkeit nach schöner Kombination und scharfer Hereingabe durch Alexander Morgenroth aber nicht verwerten und reklamierte anschließend vergebens Elfmeter. Dragan Lazarevic wurde im Sechzehner umgerannt, doch Schiedsrichter Jakob Beier (Diendorf) ließ weiterspielen.
In der 25. Minute spielte Anoirdin Amidou am Sechzehner zu Robin Renner, der gefoult wurde. Diesmal gab es Strafstoß für Weißenburg, auch wenn die Situation nicht ganz so klar war wie vorher. Renner trat selbst an und verwandelte mit seinem zehnten Saisontor zum 1:0. In der 40. Minute verpassten die Gastgeber eine höhere Führung, weil ein Zuspiel von Renner gerade noch vor Morgenroth zu Ecke geklärt wurde.
Kurz vor der Pause wurde es dann vor dem Weißenburger Kasten turbulent. Nach einer Ecke sprang Jörn Hohe der Ball unglücklich an den Arm und es gab Elfmeter, allerdings parierte Torwart Maximilian Laub hervorragend gegen Dustin Lunz und hielt die Führung fest (45.+2). Kurz darauf wurde TSV-Kapitän Noah Schneide gefoult und der bereits mit Gelb verwarnte Lazarevic flog anschließend wegen Meckerns mit der Ampelkarte vom Platz.
Steinachgrund war im zweiten Durchgang also in Überzahl und machte nun ordentlich Druck, kam aber relativ selten zum Abschluss. Für die Gastgeber wurde das Spiel zu einer regelrechten Abwehrschlacht. Sie konnten auch kaum Nadelstiche in Form von Kontern setzen, nach vorne fehlte die Entlastung. Der SVG dominierte, fand aber kaum spielerische Lösungen und hatte wenige echte Chancen. Zunächst fischte Laub einen 22-Meter-Schuss von Ajdin Kahrimanovic aus dem Winkel und der Nachschuss wurde geblockt (52.). Nach 70 Minuten zielte zudem Lunz am rechten Torwinkel vorbei.
Als sich schon abzeichnete, dass sich die leidenschaftliche Abwehrarbeit des Heimteams auszahlen könnte, kam die 82. Minute, in der Gutenstettens Kapitän Niklas Körber unter Weißenburger Mithilfe eine Ecke per Kopf zum 1:1 ins lange Eck verlängerte. Danach hätten die Gäste sogar noch gewinnen können, hatten aber Pech, dass ein abgefälschter Schuss von Niklas Rückel am Lattenkreuz landete und der eingewechselte Leon Pauly aus spitzem Winkel über das Tor zielte. So blieb es auch in der gut sechsminütigen Nachspielzeit beim 1:1 und Steinachgrund einen Punkt und einen Platz vor dem TSV, der den ersten Relegationsplatz belegt.
Unabhängig von der Liga wird dort Andreas Speer zur neuen Saison das Traineramt übernehmen. Der 61-jährige Zirndorfer tritt die Nachfolge von Christian Leibhard, Tim Lotter und Lukas Siol an, die sich den Job seit der Trennung von Marco Fabritius am Ende der Wintervorbereitung teilen. Speer bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung als Trainer im Herrenbereich mit, zuletzt war er beim Bezirksligisten ASV Zirndorf engagiert.
Für den SVG Steinachgrund geht es am kommenden Sonntag (14 Uhr) weiter mit einem Heimspiel gegen den ASV Weisendorf. Das ausgefallene Spiel beim FSV Erlangen-Bruck findet am Dienstag, 28. April, um 18.30 Uhr statt.
SVG Steinachgrund: Hurler, Kuhr, Rückel, Lunz, Kolenovic (66. Deininger), Körber, Kölz, Kemenni (55. Pauly), Drießlein, Kahrimanovic, Odobasic.
Tore: 1:0 Robin Renner (26. Minute, Foulelfmeter); 1:1 Niklas Körber (82.).