Immer wieder führen Vergiftungen mit Kohlenmonoxid zu plötzlichen Todesfällen. Auch bei dem tragischen Unglück in einer Lederfabrik in Hessen steht das Gas als Ursache für den Tod von drei Mitarbeitern im Verdacht.
Kohlenmonoxid kann man weder riechen noch sehen noch schmecken. Der Stoff ist in der Lage, den Sauerstoff im Blut zu verdrängen. Es bindet sich an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin), die den Sauerstoff über das Blut zu den Zellen und Organen transportieren. Das führt zu akutem Sauerstoffmangel im Körper und damit zum Ersticken der Betroffenen, ohne dass diese eine Atemnot spüren, informiert der Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung (BG Kliniken).
Erste Symptome einer Kohlenmonoxidvergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit. Bei rechtzeitiger Behandlung sind die Genesungschancen laut der gesetzlichen Unfallversicherung gut. Der Betroffene sollte sofort ärztlich behandelt werden. Erhält er über eine Atemmaske reinen Sauerstoff, wird das Kohlenmonoxid verdrängt.
Hat etwa am Arbeitsplatz eine Person womöglich Kohlenmonoxid eingeatmet, sollte der Verunfallte laut dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) so schnell wie möglich an die frische Luft gebracht werden und dort Sauerstoff inhalieren.
Der Verletzte sollte ruhig gelagert und vor Unterkühlung geschützt werden. In der Zwischenzeit sollte der Notarzt gerufen werden. Wichtig: Helfende sollten unbedingt an den Selbstschutz denken, also eine Maske mit Kohlenmonoxidfilter oder noch besser ein umluftunabhängiges Atemgerät tragen.
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