Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer hat seinem Torhüter Oliver Baumann in der Diskussion um die deutsche Nummer eins bei der Fußball-Weltmeisterschaft demonstrativ den Rücken gestärkt. „Wenn man sich seine Leistungen bei uns ansieht und die, die er in der Nationalmannschaft gebracht hat, dann hat er eine Visitenkarte abgegeben und hat zu Recht jedes Spiel in der Nationalmannschaft bestritten“, sagte der Coach des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.
Kurz vor der Nominierung des WM-Aufgebots am kommenden Donnerstag verdichten sich die Anzeichen auf ein Comeback von Manuel Neuer, der nach der EM 2024 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten war. In die Arbeit des Bundestrainers will sich Ilzer aber nicht einmischen. „Ich bin nicht Julian Nagelsmann und habe immer gesagt, solange er nicht bei mir an der Seitenlinie in der Coaching Zone steht und mir sagt, wie ich spielen soll, werde ich mich null in seine Angelegenheiten und Entscheidungen einmischen“, betonte der 48-Jährige.
Baumann sei ein Teamplayer, ein Sportsmann, der sehr professionell in seiner Einstellung und Herangehensweise sei. Damit habe er sich auch seine Rolle in der Nationalmannschaft verdient und auch bekommen. „Egal, wie Julian Nagelsmann diese Rolle definiert, Oli wird sie zu hundert Prozent perfekt ausüben“, sagte Ilzer.
Im Saisonfinale am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach kann Baumann mit Hoffenheim noch den vierten Platz für die Champions League erreichen. Gelingt dies nicht, spielt er mit den Kraichgauern nächste Saison in der Europa League.
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