Ein Reisebus mit einer Schülergruppe an Bord ist in Thüringen an einer Abfahrt der Autobahn 9 von der Fahrbahn abgekommen und an einer Böschung umgekippt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin waren in dem Bus rund 40 Insassen - überwiegend Kinder. Etliche erlitten einen Schock, hieß es. Es gebe überwiegend Leichtverletzte, ein Mensch wurde demnach mit schweren Verletzungen von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, sagte die Sprecherin. Details zu den Verletzten waren zunächst nicht bekannt.
Der Bus mit Schülerinnen und Schülern war auf der A9 in Richtung München unterwegs gewesen. An der Anschlussstelle Schleiz durchbrach er nach Angaben der Sprecherin im Bereich einer Verkehrsinsel eine Leitplanke, fuhr mehrere Meter eine Böschung hinab und kippte um. Warum der Bus von der Fahrbahn abkam, war unklar.
Nach Angaben des Landrats im Saale-Orla Kreis, Christian Herrgott (CDU), war die Schülergruppe in dem Bus auf einem Schulausflug unterwegs. Zu den möglichen Ursachen des Unfalls nahe der Landesgrenze zu Bayern und Sachsen konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Am Unfallort wurden Sperrungen und Versorgungszelte errichtet, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz.
Nach Angaben der Polizeisprecherin wurden alle Insassen des Busses zunächst in umliegende Krankenhäuser für Untersuchungen gebracht.
Die Anschlussstelle der A9 wurde voll gesperrt, von Sperrungen betroffen war wegen des Einsatzes der Rettungskräfte und der Bergung auch die Bundesstraße 282. Auf der Autobahn sei es zu keinen Behinderungen gekommen, so die Sprecherin. An einem Feuerwehrgerätehaus in Schleiz haben Einsatzkräfte eine Betreuungsstelle eingerichtet, wohin sich betroffene Eltern wenden können.
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