Bürgermeister als „Familientradition”: Assum tritt in Oberdachstetten wieder an | FLZ.de

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Bürgermeister als „Familientradition”: Assum tritt in Oberdachstetten wieder an

Martin Assum möchte Bürgermeister in Oberdachstetten bleiben. Seit 2014 hat er das Ehrenamt inne. (Foto: Mara Assum)
Martin Assum möchte Bürgermeister in Oberdachstetten bleiben. Seit 2014 hat er das Ehrenamt inne. (Foto: Mara Assum)
Martin Assum möchte Bürgermeister in Oberdachstetten bleiben. Seit 2014 hat er das Ehrenamt inne. (Foto: Mara Assum)

Nach intensiven Gesprächen mit seiner Familie will Martin Assum erneut für das Amt des Bürgermeisters in Oberdachstetten kandidieren. Der Rückhalt seiner Frau und der Kinder, sagt der CSU-Politiker, sei dabei unverzichtbar. Immerhin gehe es nicht um ein Projekt von ein paar Wochen, sondern um weitere sechs Jahre.

Seit 2014 ist Martin Assum Bürgermeister in der 1650-Einwohner-Gemeinde im nördlichen Landkreis Ansbach. Vorher hatte sein Vater das Amt inne, davor schon sein Großvater. „Das ist also gewissermaßen eine Tradition“, meint der 49-Jährige. „Ich bin in Oberdachstetten aufgewachsen, ich kenne die Menschen hier und fühle mich ihnen sehr verbunden. Ich hänge an der Gemeinde.” Dass er in Ansbach wohnt und arbeitet, schmälere seine persönliche Nähe zu Oberdachstetten kein bisschen, betont Assum.

Im Hauptberuf ist Assum im Bauamt beschäftigt

Im Hauptberuf leitet Martin Assum den Bereich Straßenbau am Staatlichen Bauamt Ansbach. Dazu kommt mit dem Bürgermeister-Posten quasi ein zweiter Job. „Die Aufgaben im Rathaus sind durchaus mit einer Vollzeitstelle vergleichbar, nur eben mit Arbeitszeiten vor allem an den Abenden und den Wochenenden”, schildert der Kommunalpolitiker. „Daher sage ich immer wieder: Ohne die starke Rückendeckung durch meine Frau wäre das nicht zu bewerkstelligen. Außerdem mache ich die Arbeit sehr gern, sonst wäre sie nicht zu schaffen. Dazu gehört einfach eine große Begeisterung und auch etwas Verrücktheit im positiven Sinne.”

Dreimal ist der amtierende Bürgermeister unter der Woche im Rathaus in Oberdachstetten präsent, zudem nimmt er zahlreiche Wochenendtermine in der Gemeinde wahr. Zum Glück sei es aber auch möglich, vieles im Homeoffice zu erledigen, erklärt Assum. „Ich kann noch am späteren Abend von zu Hause aus Mails beantworten oder Rechnungen digital freigeben. Dank der modernen Technik bleibt nichts liegen.”

Homeoffice als Bürgermeister ein Vorteil

Die mit der Homeoffice-Option verbundene Flexibilität und Effektivität schätzt der 49-Jährige sehr. „Wenn ich für jeden Brief im Rathaus vor Ort sein müsste, wäre es wirklich schwierig, das ganze Pensum zu bewältigen. Sachen, für die ich Ruhe und Konzentration brauche, nehme ich sowieso oft ganz bewusst mit heim.” Dass der Papa zu Hause häufig am Laptop sitzt, ist für Assums Kinder somit ein vertrauter Anblick. Die jüngste Tochter ist elf Jahre alt, die beiden „Großen” sind mittlerweile 17 und 19. „Ich habe wirklich tolle Kinder, und auch sie wurden natürlich einbezogen in die Frage nach einer erneuten Kandidatur.”

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In seiner knappen Freizeit geht Assum gerne joggen. „Früher habe ich auch leidenschaftlich gern Fußball gespielt, aber das ist zeitlich problematisch, sodass ich mich jetzt weitgehend aufs Laufen beschränke.”

„Schönes Ambiente weiterentwickeln”

Was in weiteren sechs Jahren im Bürgermeisteramt auf ihn zukommen könnte, sollte er erneut gewählt werden? „Es wird anspruchsvoll aufgrund vieler neuer Aufgaben für die Gemeinde in einem Dschungel an Förderprogrammen”, meint Assum. Vor allem im Baubereich seien in Oberdachstetten „große Herausforderungen” zu erwarten – unter anderem mit Blick auf „die Fremdwassersanierung des Kanalnetzes, den Ausbau der Kläranlage, die Nahwärmeversorgung, den Breitbandausbau und die Städtebauförderung”.

Die Belebung des Ortszentrums und die Gestaltung des Areals am Rathaushof und am Kirchplatz sind laut Assum wichtige Ziele. „Das schöne Ambiente, das man besonders beim Dorffest wahrnimmt, wollen wir weiterentwickeln.” Bedeutsam sei zudem das Thema Tagespflege. „Hier gibt es Gespräche mit der Diakonie, mit der wir eine Tagespflege auf den Weg bringen wollen.”

Ja, er werde all diese Herausforderungen annehmen, sagt Martin Assum. „Vorausgesetzt, ich bekomme volle Rückendeckung aus meiner Fraktion und werde bei der Nominierungsversammlung am Freitag, 14. November, von meiner Partei nominiert, dann stelle ich mich gerne im kommenden Jahr erneut zur Wahl.”


Lara Hausleitner
Lara Hausleitner
Redakteurin für Lokales und Kultur - und Reisende aus Leidenschaft.

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Nellie Bly
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