Brand in Geckenheim: 160 Feuerwehrleute kämpfen um Wohnhäuser

In der Nacht zum Sonntag kam es in Geckenheim bei Weigenheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) zu einem Großbrand. Mehrere Gebäude stürzten ein. (Foto: NEWS5 / Weddig)
In der Nacht zum Sonntag kam es in Geckenheim bei Weigenheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) zu einem Großbrand. Mehrere Gebäude stürzten ein. (Foto: NEWS5 / Weddig)
In der Nacht zum Sonntag kam es in Geckenheim bei Weigenheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) zu einem Großbrand. Mehrere Gebäude stürzten ein. (Foto: NEWS5 / Weddig)

Mehrere Gebäude hat ein Feuer in Geckenheim (Gemeinde Weigenheim, Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) vernichtet. Menschen kamen nicht zu Schaden. Rund 160 Feuerwehrleute gewannen den Kampf um angrenzende Wohnhäuser.

Der Brand wurde in der Nacht zum Sonntag gegen 1.45 Uhr von Anwohnern in der Dorfmitte bemerkt. Sie sahen Flammen aus einer Scheune schlagen. Die Gefahr, dass diese auf die Wohnhäuser im eng bebauten Ortszentrum übergriffen, war groß. Die Feuerwehren mobilisierten deshalb alle Kräfte.

Nachdem anfangs die Wehren aus Geckenheim, Weigenheim und Uffenheim vor Ort waren, wurden noch unter anderem Bad Windsheim, Illesheim, Neustadt, Gollhofen, Sugenheim, Rothenburg und Hartershofen alarmiert, wie Kreisbrandinspektor Rüdiger Neumeister mitteilte. Die US-Armee ließ eines ihrer Fahrzeuge vom Flugfeld in der Illesheimer Kaserne ausrücken. Dieses war wegen seinen großen Wassertanks wichtig, da die Versorgung mit ausreichend Löschwasser zur zentralen Frage für die Einsatzleitung wurde. Aus diesem Grund kamen auch die Feuerwehren Neustadt und Rothenburg mit ihren Tanklöschfahrzeugen dazu, so Neumeister.

Ebenfalls alarmiert wurde das Neustädter THW mit seinen Atemschutzgeräteträgern. „Diese mussten aber nicht eingesetzt werden“, sagte der Kreisbrandinspektor. Er wies darauf hin, dass auch das BRK mit seiner Schnelleinsatz- sowie der Betreuungsgruppe in Geckenheim vor Ort war, ebenso wie Notfallseelsorger. Neumeister lobte das Zusammenspiel aller Kräfte vor Ort. Auch Landwirte beteiligten sich. Ein Bauer stelle seine Zisterne zur Verfügung, die andere Landwirte immer wieder mit Wasser befüllten.

Mit vereinten Kräften gelang es den rund 160 Aktiven der Wehren, alle Wohnhäuser vor den Flammen zu schützen. Nicht mehr zu verhindern war der Einsturz von mehreren Scheunen und Nebengebäuden. Auf Grund der enormen Hitze und des Funkenfluges gerieten nach dem bisherigem Stand der Ermittlungen fünf landwirtschaftliche Gebäude in Brand. Personen wurden nicht verletzt. Nach einer ersten Schätzung der Polizei liegt der Schaden bei mindestens 500.000 Euro.

Die Brandursache ist bislang nicht bekannt. Beamte des Kriminaldauerdienstes Mittelfranken inspizierten am Morgen die Brandstelle. Die weiteren Ermittlungen liegen bei der Kriminalpolizei Ansbach.

Manfred Blendinger/Ute Niephaus

north