Betrügerin am Telefon hat Erfolg: Senior aus Ansbach verliert 70.000 Euro | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.02.2026 12:54

Betrügerin am Telefon hat Erfolg: Senior aus Ansbach verliert 70.000 Euro

Am Telefon ließ sich ein 83-Jähriger auf ein längeres Gespräch mit einer Betrügerin ein.  (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)
Am Telefon ließ sich ein 83-Jähriger auf ein längeres Gespräch mit einer Betrügerin ein. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)
Am Telefon ließ sich ein 83-Jähriger auf ein längeres Gespräch mit einer Betrügerin ein. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Am Dienstag übergab ein Senior aus Ansbach einem vermeintlichen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft einen hohen Geldbetrag sowie wertvolle Münzen. Die Polizei warnt die Bevölkerung erneut eindringlich vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen.

Wie das mittelfränkische Polizeipräsidium berichtet, erhielt der 83-Jährige am Dienstagnachmittag einen Anruf von einer Frau. Sie gab sich als Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft aus und behauptete, seine Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und er müsse nun eine Kaution für sie zahlen. Durch eine geschickte Gesprächsführung brachte die Anruferin den Mann schließlich dazu, Bargeld und Münzen im Wert von 70.000 Euro an einen unbekannten Geldabholer zu übergeben.

Im westmittelfränkischen Raum kam es in den letzten Tagen vermehrt zu derartigen Anrufen, bei denen die Betroffenen den Betrug jedoch erkannten. Die Ermittlungen führt das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Nürnberg.

Betrug am Telefon

Die Polizei warnt

Die Kriminalpolizei warnt eindringlich vor diesen Betrugsmaschen und bittet darum, ältere Angehörige oder Nachbarn über folgende Warnhinweise aufzuklären:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, sondern legen Sie sofort auf.
  • Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft werden Sie niemals um Geldbeträge bitten oder Sie nach Ihren Vermögensverhältnissen fragen.
  • Die Polizei wird niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen fordern
  • Gehen Sie nicht auf Telefonate ein, die Sie ungewollt erhalten.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Wenn ein Anrufer Sie auffordert, die 110 zu wählen, um die Richtigkeit seines Anliegens zu verifizieren, beenden Sie das Gespräch, legen Sie den Hörer auf und rufen Sie dann eigenständig bei der Polizei an.
  • Übergeben Sie niemals Geld, Schmuck oder Münzen an unbekannte Personen.
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Telefonanlage oder Ihres Telefonanbieters, um unliebsame Anrufe zu sperren (z. B. Verhinderung von Telefonaten aus dem Ausland).
  • Wenn Ihre Telefonnummer nicht in öffentlichen Verzeichnissen stehen soll (zum Beispiel dem Telefonbuch), dann lassen Sie die Nummer dort löschen.
  • Sprechen Sie mit älteren Menschen in Ihrem Bekanntenkreis und in Ihrer Nachbarschaft über dieses Phänomen.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. Zögern Sie nicht, den Polizeinotruf 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

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