Sechs mutmaßliche Solarpark-Einbrecher sind nach einer Festnahme-Serie in Untersuchungshaft gekommen. Das teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken mit – die Ermittler nahmen die Männer nach einem erneuten Einbruch bei Lampertheim fest und stellten dabei Stringkabel sicher.
Seit November 2025 häuften sich im westlichen Bereich des Präsidiums Einbrüche in Solarparks – ein Schwerpunkt lag in Westmittelfranken. Die Täter schnitten demnach vor allem kupferhaltige Stringkabel ab, verluden die Beute in Transportfahrzeuge und fuhren davon. Teilweise sollen sie Kabelstränge mit einer Gesamtlänge von bis zu 80 Kilometern abtransportiert haben.
Nach aktuellem Stand verübte die Gruppe nach Angaben der Beamten zwischen November 2025 und Januar 2026 mindestens acht Einbrüche in Solarparks in Neuendettelsau, Heilsbronn, Petersaurach, Röckingen und Mühlhausen. Der Schaden lag laut Polizei im hohen sechsstelligen Bereich.
Die Nürnberger Kriminalpolizei ermittelte gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Ansbach und konzentrierte sich dabei auf eine mehrköpfige Gruppierung. Am 27. Januar 2026 griffen die Ermittler nach einem weiteren Einbruch in einen Solarpark im südhessischen Raum bei Lampertheim zu. Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Darmstadt unterstützten dabei. In einem Tatfahrzeug stellten die Beamten eine größere Menge mutmaßlich entwendeter Stringkabel sicher – nach Angaben der Polizei im niedrigen sechsstelligen Bereich.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um sechs Männer im Alter von 23, 24, 27, 29, 34 und 37 Jahren. Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Lampertheim erließ am 28. Januar Haftbefehle wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls. Die Ermittlungen laufen weiter: Die Polizei prüft, ob die Tatverdächtigen für weitere Einbrüche in Mittelfranken und anderen Teilen Deutschlands verantwortlich sind.