Blaualgen in See entdeckt - Was die DLRG den Menschen rät | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.06.2026 09:58

Blaualgen in See entdeckt - Was die DLRG den Menschen rät

Hundebesitzer sollen ihre Tiere strikt vom Wasser weg halten. (Symbolbild) (Foto: Sascha Thelen/dpa)
Hundebesitzer sollen ihre Tiere strikt vom Wasser weg halten. (Symbolbild) (Foto: Sascha Thelen/dpa)
Hundebesitzer sollen ihre Tiere strikt vom Wasser weg halten. (Symbolbild) (Foto: Sascha Thelen/dpa)

Eine gefährliche Blaualgenart ist in einem Badesee wenige Kilometer südlich von Augsburg nachgewiesen worden. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Landratsamt warnen und raten vom Baden mit Hunden und kleinen Kindern im Weitmannsee bei Kissingen ausdrücklich ab. 

Die Gefahr der sogenannten Tychonema-Blaualgen sei mit bloßem Auge nicht erkennbar, erklärte ein Sprecher der DLRG. Im Gegensatz zu anderen Blaualgen bilde diese Algenart keinen sichtbaren grünen Teppich an der Wasseroberfläche. Die Algen wachsen stattdessen verborgen im flachen Wasser und Uferbereich und heften sich unter anderem an Steine, Äste und andere Wasserpflanzen. 

Lebensgefahr für Hunde

Gerade für Hunde könne das sehr gefährlich werden, wenn diese mit Algen befallene Stöcke aus dem Wasser ziehen und daran herumknabbern. Bereits kleinste Mengen der Algen seien lebensgefährlich für die Tiere. Die DLRG rät deswegen Hundehaltern, ihre Vierbeiner unbedingt von dem See wegzuhalten und nur an der Leine zu führen. 

Habe ein Hund sich an den Algen vergiftet, zähle jede Minute und die Besitzer sollten sofort zum nächsten Tierarzt fahren. Erste Warnzeichen, die auf eine Vergiftung hindeuten, sind demnach ein starker Speichelfluss des Tieres, Zittern oder Kämpfe. 

Kleinkinder nicht im flachen Wasser spielen lassen

Auch für Kleinkinder können die Algen eine Gesundheitsgefahr darstellen. Sie könnten beim Spielen, Buddeln und Planschen unbeabsichtigt Wasser in den Mund bekommen oder sich selbst Steine oder Sand in den Mund stecken, heißt es weiter. Die DLRG rät deshalb den Eltern, Kinder nicht in trübem, flachem Wasser spielen zu lassen.

Für Schwimmer und Wassersportler sei das Risiko hingegen deutlich geringer, da sie vor allem in freiem und tiefen Gewässer unterwegs seien. Sollten aber nach dem Wasserkontakt beim Menschen Symptome wie Hautreizungen, Übelkeit, Atemnot oder Muskelkrämpfe auftreten, ist laut den Experten umgehend ein Arzt aufzusuchen.

Blaualgen auch an anderen Badeseen

Das warme Wetter sorgte bereits in andern bayerischen Badeseen für Probleme. So gab es in dieser Saison bereits Badeverbote für den Altmühlsee bei Gunzenhausen, den Ebertshausener See in Odelzhausen und für den Ebenhausener Weiher in Baar-Ebenhausen. 

Dort hatten sich Cyanobakterien - umgangssprachlich Blaualgen genannt - stark vermehrt, die oft grüne Schlieren an der Wasseroberfläche bilden. Die Mikroorganismen bilden Giftstoffe, die etwa Übelkeit, Durchfall oder Hautausschläge auslösen können, vor allem, wenn das Wasser verschluckt wird oder an Schleimhäute gerät.

© dpa-infocom, dpa:260627-930-293417/1


Von dpa
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