Beim Uffenheimer Neujahrsempfang gab es Ehrungen in bewegten Zeiten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.01.2025 19:54

Beim Uffenheimer Neujahrsempfang gab es Ehrungen in bewegten Zeiten

Wolfgang Lampe freute sich mit Andreas Schmidt, Kilian Fink, Azar Valizada und Petra Tatsch über die Auszeichnung. Lampes Stellvertreter Ruth Halbritter und Herrmann Schuch schlossen sich den Gratulationen an (von links). (Foto: Sylvia Fehlinger)
Wolfgang Lampe freute sich mit Andreas Schmidt, Kilian Fink, Azar Valizada und Petra Tatsch über die Auszeichnung. Lampes Stellvertreter Ruth Halbritter und Herrmann Schuch schlossen sich den Gratulationen an (von links). (Foto: Sylvia Fehlinger)
Wolfgang Lampe freute sich mit Andreas Schmidt, Kilian Fink, Azar Valizada und Petra Tatsch über die Auszeichnung. Lampes Stellvertreter Ruth Halbritter und Herrmann Schuch schlossen sich den Gratulationen an (von links). (Foto: Sylvia Fehlinger)

„Der wichtigste Teil unseres heutigen Neujahrsempfangs sind die vielen guten Gespräche untereinander.“ Das sagte Uffenheims Bürgermeister Wolfgang Lampe – allerdings erst, als der offizielle Teil der Veranstaltung am Samstagnachmittag in der Stadthalle beendet war.

Insgesamt 212 Bürgerinnen und Bürger aus den Bereichen Politik, Kirche, Schule, Kindertagesstätten, den Banken des Landkreises, Handwerk und Industrie, die Vorsitzenden zahlreicher Vereine, Neubürger, sowie fünf Personen, die während des Empfangs für ihren Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft und für Siege bei Sportwettbewerben geehrt werden sollten, waren der Einladung des Bürgermeisters gefolgt und lauschten zunächst seiner traditionellen Ansprache.

Ein außergewöhnlich politischer Beginn

„Es ist ein außergewöhnlich politischer Jahresbeginn, den wir gerade erleben“, so Lampe zu Beginn: „Die am 23. Februar bevorstehende Bundestagswahl bewegt die Menschen, nicht nur in Berlin, sondern überall in unserem Land. Sie bringt uns in politische Gespräche, löst Diskussionen aus, sorgt manchmal auch für Streit, so wie das in einer Demokratie sein soll und sein muss, solange es friedlich, respektvoll und fair zugeht“.

Wahlen seien ein zentrales Element demokratischer Systeme. Frei zu wählen sei ein Privileg und keine Selbstverständlichkeit. „Bitte, nutzen Sie diese Chance und gehen Sie wählen“, appellierte Lampe an sein Publikum.

Anschließend zählte er auf, was die Uffenheimer durch Zusammenhalt und Fleiß in den vergangenen Jahren geschafft haben: die Sanierung und Erneuerung der Kläranlage und der Abwasserbeseitigung, die Modernisierung des Hallenbades, den Neubau des Bauhofs, die Sanierung des Würzburger Torturms, die Verkehrsampel über die B 13 in Rudolzhofen und die Verbesserung der medizinischen Versorgung durch das Uffenheimer Ärztezentrum. Dieses, so Lampe, habe Anfang des Jahres seinen Betrieb in der Krankenhausstraße 1A aufgenommen und werde, sobald das bereits im Bau befindliche Ärztehaus in der Wiesenstraße fertig ist, dort seine endgültige Bleibe finden.

Reinhard Streng mahnt Eigeninitiativen an

Reinhard Streng, der Landrat Dr. Christian von Dobschütz vertrat, unterstrich in seinem Grußwort die Notwendigkeit, dass Kommunen bei der Suche nach Ärzten selbst tätig werden: „Dieses Ärztehaus in Uffenheim ist jetzt das vierte Objekt im Landkreis, bei dem die Städte aktiv werden mussten. Wir müssen in Zukunft mehr zusammenrücken und viele Dinge selbst in die Hand nehmen, damit es wieder aufwärts geht“.

Anschließend wurde von Wolfgang Lampe das Geheimnis gelüftet, wer jene fünf sind, die an diesem Tag geehrt werden sollten. Zum Auftakt bat er Petra Tatsch, die langjährige Vorsitzende des Hospizvereins Uffenheim, zu sich ans Rednerpult. In seiner Laudatio betonte der Bürgermeister: „Mit großer Sachkompetenz, Empathie und enormen zeitlichen Aufwand hast Du in Deiner Zeit als erste Vorsitzende seit 2013 den Hospizverein weiterentwickelt.“ Tatsch habe unter anderem die Ausbildung von Hospizbegleiterinnen intensiviert, eine Trauerbegleitung installiert, informative Abende zum letzten Lebensabschnitt organisiert und die Themen Abschied, Sterben und Trauer der Öffentlichkeit nahe gebracht. Dafür werde ihr die Ehrennadel der Stadt in Bronze verliehen.

Azar Valizada, der Schöpfer des Partnerschaftsbrunnens vor der Stadthalle, des Denkmals für die ermordeten jüdischen Mitbürger an der Ringstraße und der Skulpturen „Die Denkende Frau“, vor der Sparkasse, sowie „Die Glückliche Frau“, die an der Ecke Ansbacher/Nürnberger Straße steht, erhielt von Wolfgang Lampe die Ehrennadel in Gold für sein vielfältiges künstlerisches Schaffen und seinen „jederzeit abrufbaren“ ehrenamtlichen Einsatz für die Mitbürger in seiner neuen Heimatstadt Uffenheim. Valizada war 2005 mit seiner Familie aus Aserbaidschan nach Uffenheim gekommen und habe sich hier mit seinem Engagement große Wertschätzung und Anerkennung erworben. „So sieht gelungene Integration aus“, so Lampe.

Gold und Silber für die Gold-und-Silber-Asse

Von den Uffenheimer Sportlern wurden gleich drei für ihre Erfolge ausgezeichnet: Kilian Fink, Andreas Schmidt und Jonas Buhl. Alle drei gehören der Sportgemeinschaft Bomhardschule Uffenheim (SBU), Abteilung Moderner Fünfkampf, an. Kilian Fink hat, wie Wolfgang Lampe erläuterte, bei der Europameisterschaft im Laser Run (wie Biathlon im Sommer, so Lampe) in der U17-Staffel die Goldmedaille gewonnen, Andreas Schmidt und Jonas Buhl holten Silbermedaillen. Zur Belohnung erhielt Fink nun auch die Goldmedaille der Stadt, Schmidt und Buhl, folgerichtig das silberne Exemplar. Letzterer konnte an diesem Tag allerdings nicht anwesend sein.

Abschließend dankte Lampe seinem Team für die Unterstützung sowie Julia Fink und Verena Präger von der Christian-von-Bomhard-Schule für die musikalische Umrahmung des Empfangs. Sodann lud er sämtliche Gäste zu einem Stehempfang mit den eingangs bereits erwähnten „vielen guten Gesprächen“ ein und wünschte allen noch ein „frohes, glückliches, gesundes und hoffentlich auch friedvolles neues Jahr 2025“.


Von Sylvia Fehlinger
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