Bayern und die Bundesregierung wollen beim Ausbau wichtiger Bahn- und Straßenverbindungen im Freistaat aufs Tempo drücken. Das betonten Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München.
Schnieder nannte konkret Verbindungen nach Tschechien, aber auch den Brenner-Nordzulauf. „Auch dort arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass wir Baureife bekommen und dann auch eine Finanzierung sicherstellen können, um diese Strecken dann angehen zu können.“ Das betreffe die Verbindung Nürnberg-Prag, das betreffe die Franken-Sachsen-Magistrale, und das betreffe den weiteren Ausbau der Autobahn 93 Richtung Tschechien.
Zum stockenden Bahn-Ausbau Richtung Brenner sagte Schnieder: „Es ist uns natürlich auch ein Anliegen, dass wir eine durchgängige und funktionierende Verbindung dann haben werden, wenn auch die österreichisch-italienische Seite dort mit dem Brennerbasistunnel so weit ist und die Verkehre dort rollen können.“
Söder sagte, man habe von Schnieder „sehr viele gute Signale bekommen“. Es sei nicht angemessen, wenn Österreich in einigen Jahren fertig sei, und man in Deutschland von 2050 rede. „Das ist weder Deutschland- noch Bayern-like.“
Während Österreich und Italien beim Brennerbasistunnel aufs Tempo drücken, läuft für die Zubringerstrecke durchs bayerische Inntal noch immer die Planung. Nach jahrelangen Debatten sollte im vergangenen Jahr der Bundestag über Gleisneubau und Streckenführung entscheiden. Doch das verzögert sich.
Zudem will Söder endgültig Klarheit über Zukunftsideen von Magnetschwebebahnen in Bayern. Es solle endgültig fixiert werden, „dass wir das Thema Magnetschwebebahn auf den Weg bringen können in Nürnberg, vielleicht auch im Augsburger Raum. Das muss man dann sehen“, forderte er.
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